newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Mauer des Kreml in Moskau
© über dts Nachrichtenagentur

"Politik aus dem 19. Jahrhundert" Bulgarischer Präsident übt scharfe Kritik an Russland

„Russland ist ein nationalistischer, aggressiver Staat.“

Berlin – Vor der bulgarischen Parlamentswahl am Sonntag hat Staatspräsident Rossen Plewneliew scharfe Kritik an Russland geübt. „Russland ist ein nationalistischer, aggressiver Staat“, sagte Plewneliew in einem Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagausgabe).

Er warnte den staatlichen russischen Energiekonzern Gazprom, der über einen Sprecher die Erwartung verkündet hatte, Bulgarien werde nach der Parlamentswahl unverzüglich die auf Druck der EU eingefrorenen Bauarbeiten am Gasleitungsprojekt „South Stream“ wieder aufnehmen. „Wir wollen South Stream, aber als Mitglied der EU wird Bulgarien es nicht zulassen, dass die Leitung gegen europäisches Recht gebaut wird.“

Es sei ein großer Fehler Russlands, die Europäische Kommission zu unterschätzen. „Russland muss lernen, dass es in Europa eine starke Europäische Kommission und einen starken Willen gibt, rechtsstaatliche Prozeduren einzuhalten“, sagte Bulgariens Präsident.

Russland betreibe „Politik aus dem 19. Jahrhundert“, kritisierte Plewneliew unter Verweis auf den Krieg in der Ukraine und Moskaus Bestrebungen politischer und wirtschaftlicher Einflussnahme in Bulgarien. So habe Gazprom dem bulgarischen Wirtschaftsministerium Anweisungen zur Formulierung bestimmter Gesetze im Energiebereich erteilen wollen, damit South Stream europäisches Recht umgehen könne. „Es gab eine entsprechende Korrespondenz zwischen Gazprom und der bulgarischen Energieholding, die alles an das Wirtschaftsministerium weitergeleitet hat, wo dann entsprechende Gesetzesvorlagen ausgearbeitet wurden.“

Russlands Präsident Wladimir Putin sehe den Fall der Mauer und den Zusammenbruch der Sowjetunion als Katastrophe „und daraus ergibt sich eine Interpretation der Geschichte, die Europa und seinen Werten grundsätzlich entgegensteht. In der Welt von Präsident Putin geht es noch zu wie im 19. Jahrhundert, als es Großmächte gab und eine Peripherie, die sich unterzuordnen hatte.“ Russland müsse lernen, „Partner zu haben, nicht Vasallen und Untertanen“, so Plewneliew.

03.10.2014 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

Sicherheitsexperte Weltraumkommando der Bundeswehr „bedeutsamer Schritt“

Der Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS), Ekkehard Brose, begrüßt die für diesen Dienstag geplante Indienststellung des Weltraumkommandos der Bundeswehr in Kalkar als einen "bedeutsamen Schritt". Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) sagte ...

Bayernpartei Europäische Zentralbank verspielt das letzte bisschen an Vertrauen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren geldpolitischen Kurs geändert. Nach ihrer gestrigen Sitzung verkündete sie ein Aufweichen des Inflationsziels. Nicht mehr knapp unter zwei Prozent, sondern genau zwei Prozent soll also künftig die Inflation betragen. ...

Fußball-EM Deutsch-Ungarische Gesellschaft kritisiert Stimmungsmache

CDU-Außenexperte Rückkehr Russlands in den Kreis der G7 vorerst unrealistisch

Nach Anzeige von Exilanten Lukaschenkos Regime unter „Beobachtung“

Kubicki zu Sturm auf Kapitol „Ein vergleichbarer Angriff wäre hier nicht möglich“

Wagenknecht Deutschen Trump verhindern

CDU Merz freut sich auf Treffen mit Team Biden

US-Autor T.C. Boyle Biden kann Spaltung Amerikas überwinden

Montgomery zu US-Corona-Plänen „Fraglich ob Biden das Ruder noch herumreißen kann“

Neugewählter US-Präsident SPD erwartet baldigen Deutschlandbesuch von Joe Biden

Verteidigungsausgaben SPD will mit Biden zu neuem Maßstab kommen

Röttgen zu US-Wahl „Es kann jetzt zu Gewalt kommen“

US-Präsidentschaftswahl 2020 Mehr als 141 000 Personen in Deutschland wahlberechtigt

Schulze Klimaschutzabkommen steht auch ohne USA

"Es wird wieder ernst" Österreich verschärft Corona-Maßnahmen

Bericht Deutschland nicht mehr Hauptziel der Asylsuchenden

"TikTok" Bundesamt ließ Video-App Tiktok auf Sicherheitsrisiken prüfen

CDU-Außenexperte US-Präsidentschaftswahl weiter offen

Maas Neuer US-Präsident bringt keine Kehrtwende in der Außenpolitik

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »