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Hochspannungsleitung

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17.06.2012

Energiewende Bürger wollen keine höheren Stromkosten tragen

Der Ausstieg aus der Atomenergie kommt nach Ansicht vieler zu spät.

Berlin – Nur neun Prozent der Bundesbürger sind bereit, für die Energiewende mehr als 20 Euro pro Monat auszugeben. In einer Emnid-Umfrage für das Nachrichtenmagazin „Focus“ sagten zehn Prozent der Westdeutschen und vier Prozent der Ostdeutschen, sie würden für den Atomausstieg und den Ausbau der erneuerbaren Energien eine Belastung von mehr als 20 Euro akzeptieren. 48 Prozent der Deutschen wollen Mehrkosten bis maximal 20 Euro im Monat akzeptieren.

41 Prozent der Befragten lehnten es grundsätzlich ab, mehr Geld für erneuerbare Energien aufzubringen als bisher. Unter den Ostdeutschen ist eine Mehrheit von 52 Prozent gegen jede weitere Belastung.

Die Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will erneuerbare Energien massiv ausbauen und bis 2022 aus der Kernkraft aussteigen. Die erneuerbaren Energien werden von den Stromkunden durch die sogenannte EEG-Umlage finanziert. Derzeit beträgt sie 3,59 Cent pro Kilowattstunde. 2013 wird die Umlage nach Schätzungen von Fachleuten auf 5,3 Cent steigen. Mögliche Kosten für den Netzausbau sind darin noch nicht enthalten.

Der Ausstieg aus der Atomenergie kommt nach Ansicht von 41 Prozent der Deutschen zu spät. 25 Prozent der Befragten sagten in der „Focus“-Umfrage, der Ausstieg bis 2022 sei überhastet. 28 Prozent meinen, der Ausstieg komme genau zum richtigen Zeitpunkt.

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