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Polizei

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12.07.2013

Brutaler Polizeieinsatz in Bremen Gewerkschafter zweifelt Objektivität von Video an

„Wir haben kein Problem mit Polizeigewalt.“

Berlin – Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat Zweifel an der Objektivität der Videomitschnitte geäußert, auf denen das brutale Vorgehen von sieben Bremer Polizisten gegen einen Diskotheken-Besucher zu sehen ist.

„Bei den veröffentlichten Videomitschnitten handelt es sich um radikal zusammengeschnittenes Material. Die Aufnahmen wurden sehr zugespitzt aneinandergefügt und es sieht so aus, als solle der Eindruck von Brutalität entstehen. Ein realistisches Bild von den tatsächlichen Abläufen kann man daraus nicht bekommen“, sagte Wendt im Gespräch mit der Zeitung „Die Welt“ (Freitagausgabe)

Ein Videomitschnitt des Vorfalls vor einer Bremer Diskothek vom 23. Juni war den Medien zugespielt worden. Die Polizei selbst erstattete daraufhin Anzeige gegen die Polizisten. Auf den Videobildern ist zu sehen, wie die Beamten den sich wehrenden 28-Jährigen im Eingangsbereich zu Boden ringen und schließlich abführen. Ein Polizist tritt heftig zu und prügelt mehrfach mit einem Schlagstock auf den 28-Jährigen ein. Die Polizisten waren gegen den Mann vorgegangen, weil er vorher als aggressiv aufgefallen sein soll.

Wendt kritisierte, dass nun der Eindruck erweckt werde, die deutsche Polizei werde immer brutaler: „Die Zahl der Strafanzeigen gegen Polizisten liegt seit vielen Jahren konstant bei 2.500 bis 3.000. Wir haben kein Problem mit Polizeigewalt.“

Im Gegenteil sieht der Gewerkschafter das Problem eher bei den wachsenden Anforderungen, denen sich die Beamten immer stärker gegenüber sehen: „Die Bereitschaftspolizei wird immer häufiger zu immer härteren Einsätzen gerufen. Mal zu den Linken, mal zu den Rechten, mal zu den Salafisten, mal zu den Hooligans, mal zu den Castor-Demonstranten. Mit jeder radikalen Gruppe ist anders umzugehen. Die Ruhepausen werden immer kürzer, die Personaldecke immer dünner. Wir fordern seit langem mehr Geld für gute Polizeiarbeit“, sagte Wendt der „Welt“.

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