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Kraftwerk Werdohl Elverlingsen

© Dr.G.Schmitz / CC BY-SA 3.0

20.10.2014

Erklärungsentwurf EU will Emissionshandel effektiver gestalten

Weniger wohlhabende Staaten sollen vom Emissionshandel stärker profitieren.

Brüssel – Die EU will den Emissionshandel zur Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgase effektiver gestalten. Das geht dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe) aus einem Entwurf der Abschlusserklärung zum EU-Gipfel in dieser Woche hervor.

„Ein gut funktionierendes und reformiertes Emissionshandelssystem ist Europas Hauptinstrument, um das CO2-Ziel zu erreichen“, heißt es demnach in dem Papier. Der jährliche Faktor zur Reduzierung der maximal erlaubten Gesamtemissionen soll vom Jahr 2021 an von derzeit 1,74 Prozent auf 2,2 Prozent angehoben werden.

Zudem sollen weniger wohlhabende Staaten vom Emissionshandel künftig stärker profitieren, um sie so zu ermuntern, in nachhaltige Technologien und in die Modernisierung von Kohlekraftwerken zu investieren.

Diplomaten in Brüssel sprechen laut „Handelsblatt“ von einer „neuen Art der Solidarität“, die akzeptiere, dass Kohlekraft auf absehbare Zeit trotz aller Bemühungen um mehr Klimaschutz künftig immer noch eine große Rolle in Europa spielen werde.

Dem Erklärungsentwurf zufolge soll die EU den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase bis 2030 um 40 Prozent senken, schreibt die Zeitung weiter. Verglichen mit 2005 solle der CO2-Ausstoß in den Wirtschaftsbereichen, die in den Emissionshandel einbezogen sind, um 43 Prozent, in allen anderen Sektoren um 30 Prozent sinken, heißt es demnach weiter in dem Papier.

Zudem will sich die Gemeinschaft verbindlich vorschreiben, den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch gegenüber 1990 auf 27 Prozent bis 2030 zu erhöhen.

Ein verbindliches Energiesparziel soll es indes nicht geben. „Zur Verbesserung der Energieeffizienz wird auf EU-Ebene ein indikatives Ziel von 30 Prozent bis 2030 festgelegt“, heißt es dem „Handelsblatt“ zufolge in der von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy ausgearbeiteten Erklärung.

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