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Rainer Brüderle

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07.07.2012

Reformprogramm Brüderle will Griechenland mehr Zeit geben

„Dabei geht es aber um Wochen, nicht um Jahre.“

Berlin – FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle hat Bereitschaft signalisiert, Griechenland etwas mehr Zeit zur Umsetzung des Reformprogramms zu geben. Bei einzelnen Schritten könnten „Verschiebungen auf der Zeitachse“ sinnvoll sein, sagte er der „Welt am Sonntag“. „Dabei geht es aber um Wochen, nicht um Jahre.“

Brüderle machte deutlich, dass an den Auflagen selbst nicht zu rütteln sei. „Wir sind Griechenland bereits sehr weit entgegenkommen. Mehr Spielraum sehe ich nicht“, sagte er. „Jetzt müssen die Bedingungen eingehalten werden.“ Auf die Frage nach einem weiteren Schuldenschnitt sagte Brüderle: „Ob private Gläubiger auf Forderungen verzichten, ist deren Entscheidung.“

Der Fraktionschef drohte zugleich mit einem Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone. Er zog dabei einen Fußballvergleich: „Wenn man die Regeln nicht einhält, gibt es die gelbe Karte. Und beim nächsten Mal ist es die rote, dann muss man vom Feld.“ Die gelbe Karte habe Griechenland schon.

Brüderle verwies auf Vorteile, die Griechenland bei einem Verlassen der Euro-Zone habe. Athen könne seine Währung drastisch abwerten und wäre bei Tourismus und Export wieder wettbewerbsfähiger, so der FDP-Vize.

Andererseits müsste Griechenland „mit einer Weichwährung für Kredite und Schuldendienst nochmals deutlich mehr zahlen“. Brüderles Resümee: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Athen dafür entscheidet.“

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