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Guido Westerwelle

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11.11.2012

Umfrage Brüderle und Westerwelle könnten FDP retten

In der FDP wird der Ruf nach Westerwelle unterdessen wieder lauter.

Berlin – Die Rettung der Liberalen im Bundestagswahljahr 2013 trauen die Wähler vor allem FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle und Bundesaußenminister Guido Westerwelle zu. Laut einer Emnid-Umfrage für das Nachrichtenmagazin „Focus“ sehen 26 Prozent der Bürger in Brüderle den besten Wahlkämpfer, um die FDP wieder über die Fünf-Prozent-Hürde zu bringen. Dicht dahinter liegt Westerwelle mit 23 Prozent Zustimmung.

Bei den Ostdeutschen ist Westerwelle mit 34 Prozent populärer als Brüderle (11 Prozent). Auch die weiblichen Wähler sehen eher in Westerwelle (27 Prozent) als Brüderle (25 Prozent) den besseren Wahlkämpfer. Für den FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler sprechen sich hingegen lediglich 18 Prozent der Bundesbürger aus.

Das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid befragte im Auftrag von „Focus“ am 7. und 8. November 1.008 Bundesbürger. Emnid-Chef Klaus-Peter Schöppner sagte dem früheren FDP-Chef Westerwelle neue Chancen voraus. „Westerwelles Werte steigen, seitdem er sich auf die Außenpolitik konzentriert. Er kann für die FDP im Wahlkampf wieder Wähler mobilisieren, wenn es ihm gelingt, mit Brüderle zusammen die neue alte FDP als wirtschaftspolitisches Gegengewicht zur sozialdemokratisierten CDU aufzustellen“, so Schöppner.

In der FDP wird der Ruf nach Westerwelle unterdessen wieder lauter. „Sein Ansehen als Außenminister ist erfreulich gestiegen, die Partei kann gar nicht auf ihn verzichten“, sagte Bayerns FDP-Wirtschaftsminister Martin Zeil. „Wir haben Westerwelle als bewährte Wahlkampflokomotive zur Bayern-Wahl eingeladen, und er wird für uns zahlreiche Termine übernehmen.“

Auch Thüringens FDP-Generalsekretär Patrick Kurth stellte klar: „Guido Westerwelle steht nach wie vor in der ersten Reihe und er kann Generalmobilmachung.“ Und die wird im Bundestagswahlkampf dringend gebraucht. Als Gastredner auf dem Thüringer Landesparteitag habe Westerwelle gerade erst „den Saal in Saalfeld aufgeheizt“, erklärte Kurth gegenüber dem Magazin. „Er findet jetzt in Deutschland den Respekt als Außenminister, den er im Ausland schon länger hatte.“

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