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Rainer Brüderle

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06.04.2014

Brüderle Sexismus-Affäre war „politisch motivierte Attacke“

„Ich hatte und habe ein reines Gewissen.“

Berlin – Der frühere FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle bricht sein Schweigen über eine Begegnung mit einer „Stern“-Reporterin, die eine breite Debatte über Sexismus in Deutschland ausgelöst hatte. „Der Stern wollte die FDP und mich beschädigen. Es war eine rein politisch motivierte Attacke“, sagte Brüderle im Interview mit dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe).

Der frühere Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion betonte: „Ich hatte und habe ein reines Gewissen.“ Für Brüderle war der Artikel „von langer Hand“ geplant. „Schauen Sie sich mal den Zeitablauf an: Am Montag werde ich zum Spitzenkandidaten gewählt. Am Mittwoch liegt der gedruckte „Stern“ auf meinem Schreibtisch“, sagte Brüderle. Der „Stern“ habe die FDP und ihn nachhaltig beschädigen wollen. Das sei ihm auch gelungen.

Auf die Frage warum er bisher zu den Vorwürfen geschwiegen habe, antwortete der frühere Bundeswirtschaftsminister: „Ich bin heute noch überzeugt, dass ich die politische Debatte anders nicht überstanden hätte. Da kommen Sie mit der Wahrheit nicht weiter, wenn Frauenrechtlerinnen wie Alice Schwarzer im Kampfmodus sind“.

Brüderle reagiert damit erstmals auf eine am 24. Januar 2013 im „Stern“ erschienenen Geschichte mit dem Titel „Der Herrenwitz“. Die Reporterin schildert darin, wie der Politiker sich ihr gegenüber ein Jahr zuvor in einer Stuttgarter Hotelbar anzüglich geäußert haben soll. Dabei sollen die Sätze: „Sie können ein Dirndl auch ausfüllen“ und „Ich möchte, dass Sie meine Tanzkarte annehmen“ gefallen sein.

Die Vorwürfe gegen den Stern erhebt Brüderle auch in seinem Buch „Jetzt rede ich“, welches am Mittwoch erscheint und aus dem das Nachrichtenmagazin „Focus“ vorab Auszüge druckt. In dem Buch führt der FDP-Politiker ein ausführliches Gespräch mit dem Journalisten Hugo Müller-Vogg.

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