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Frühchenstation bleibt geschlossen

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23.03.2012

Klinikum Bremen Frühchenstation bleibt geschlossen

Neustart im Eltern-Kind-Zentrum 2015 – Zukunft der Geburtshilfe bleibt ungewiss.

Bremen – Nach dem erneuten Keimbefall bleibt die Frühgeborenen-Station im Klinikum Bremen-Mitte geschlossen. Sie wird erst 2015 in einem Neubau auf dem Gelände wiedereröffnet, wie Gesundheitssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) am Freitag sagte. Bis zur Eröffnung des bereits vor dem Keim-Skandal geplanten Eltern-Kind-Zentrums werden in zwei anderen kommunalen Krankenhäusern für eine Million Euro Versorgungskapazitäten für Frühchen geschaffen. Diese sollen auch nach Eröffnung der neuen Frühchenstation am Klinik Bremen-Mitte bestehen bleiben.

So sei gewährleistet, dass bei künftigen möglichen Problemen weiterhin Risikoschwangere in Bremen betreut werden könnten. Damit werde das bisherige Konzept einer zentralen Einrichtung aufgegeben, sagte Jürgens-Pieper. Im Klinikum Links der Weser werden für 750.000 Euro Versorgungsmöglichkeiten für Frühgeborene unter 1.250 Gramm geschaffen. Im Klinikum Bremen-Nord werden für 250.000 Euro Kapazitäten für die Aufnahme von stabileren Frühchen bis 1.500 Gramm eingerichtet.

Das Eltern-Kind-Zentrum am Klinikum Links der Weser statt am Krankenhaus Mitte zu bauen lehnte Jürgens-Pieper ab. Dies hätte Mehrkosten in Höhe von 32 Millionen Euro verursacht, sagte sie.

Unterdessen bleibt die Geburtshilfe im Klinikum Mitte geschlossen. Voraussichtlich könne frühestens Ende April entschieden werden, welche Perspektive diese Station habe, sagte die Geschäftsführerin des Klinikverbundes Gesundheit Nord, Jutta Dernedde. „Solange die Ursache des erneuten Keimbefalls auf der Frühgeborenenstation nicht gefunden wird, können wir eine Wiedereröffnung nicht ins Auge fassen“, betonte Senatorin Jürgens-Pieper. Die Sicherheit der Patienten gehe vor. Dernedde räumte ein, dass das betroffene Klinikpersonal verunsichert sei.

Wegen mangelnder Hygiene starben 2011 auf der Frühgeborenen-Station im Klinikum Mitte mindestens drei Kinder, mehrere erkrankten. Im November wurde die Abteilung geschlossen und nach umfangreichen Desinfektionsmaßnahmen Anfang Januar wiedereröffnet. Nur wenige Woche später tauchte der identische Keim wieder auf, zwei Kinder starben. Die Ursache für den erneuten Keimbefall ist weiterhin unklar. Frühchenstation und Geburtshilfe wurden geschlossen.

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