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Ermittlungen gegen Werkstättenleiter

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13.02.2013

Brandkatastrophe in Titisee Ermittlungen gegen Werkstättenleiter

Gutachter: Bedienungsfehler verursachte verheerendes Feuer mit 14 Toten.

Titisee-Neustadt – Nach der Brandkatastrophe mit 14 Toten in einer Behindertenwerkstatt in Titisee-Neustadt wird gegen den ehemaligen und den derzeitigen Werkstättenleiter ermittelt. Gegen sie wurde ein Verfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, der fahrlässigen Körperverletzung sowie der fahrlässigen Brandstiftung eingeleitet, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilten.

Den Angaben zufolge besteht der Anfangsverdacht, dass der Katalytofen, der den Brand ausgelöst hatte, ohne ausreichende Gefährdungsanalyse und ohne erforderliche Dokumentation als Arbeitsmittel bereitgestellt und genutzt wurde. Nach dem Gutachten eines Sachverständigen wurde das Feuer durch einen Bedienungsfehler ausgelöst. Bei dem Katalytofen war das Ventil zur Propangasflasche vollständig geöffnet. Der Ofen war nicht mehr mit der Gasflasche verbunden, und Gas konnte ungehindert ausströmen. Anhaltspunkte für einen technischen Defekt ergaben sich nicht.

Der Ofen war nicht als Heizung in der Werkstätte vorgesehen, sondern diente als Heizung für den anstehenden Weihnachtsmarkt. Er wurde offenbar am Tag des Brandes getestet. Nach den bisherigen Ermittlungen sei fraglich, ob die Gefährdungsbeurteilung des Katalytofens im erforderlichen Umfang durchgeführt wurde, erklärte die Staatsanwaltschaft. Erkenntnisse über eine mögliche Dokumentation zu dieser Frage hätten zunächst nicht vorgelegen.

Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wurde beim Amtsgericht Freiburg ein Durchsuchungsbeschluss zur Erhebung entsprechender Unterlagen erwirkt, die daraufhin freiwillig herausgegeben wurden. Die Unterlagen sollen nun ausgewertet werden. Anschließend wird darüber entschieden, ob das Ermittlungsverfahren fortgeführt wird.

Bei dem Brand Ende November 2012 waren 13 Behinderte und eine 50 Jahre alte Betreuerin ums Leben gekommen. Bei den Behinderten handelte es sich um zehn Frauen im Alter von 28 bis 68 Jahren sowie drei Männer im Alter von 45 bis 68 Jahren. Alle Opfer starben durch Rauchgasvergiftungen.

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