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03.08.2010

BP will mit “Kill”-Verfahren größte Ölpest aller Zeiten beenden

Washington – Der britische Energiekonzern BP will mit dem endgültigen Verschluss des Öllecks im Golf von Mexiko beginnen. Ein Einspritztest, der am Montag noch aufgrund eines kleinen hydraulischen Lecks am Kontrollsystem der Verschlusskappe gestoppt werden musste, könnte laut BP am Dienstag stattfinden.

Erst nach einem erfolgreichen Test kann mit dem „Static Kill“-Verfahren begonnen werden. Dabei soll über die Auffangvorrichtung, die das Bohrloch seit Ende Juli verschließt, Zement und Schlamm in das Leck gepumpt werden. Etwa eine Woche später soll beim nachfolgenden „Bottom Kill“-Verfahren über zwei Entlastungsbohrungen ebenfalls Beton und Schlamm in die lecke Steigleitung in etwa 5.500 Metern Tiefe geleitet werden. Ähnliche Versuche, wie etwa das „Top-Kill“-Verfahren, waren vor zwei Monaten gescheitert.

Unterdessen ist die Katastrophe im Golf von Mexiko offiziell zur größten Ölpest aller Zeiten erklärt worden. Nach Angaben von US-Wissenschaftlern sind seit der Explosion der BP-Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“ am 20. April rund 780 Millionen Liter (4,9 Millionen Barrel) Rohöl in den Ozean geströmt. Davon seien 127 Millionen Liter (800.000 Barrel) aufgefangen und auf Schiffe gepumpt worden.

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