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10.01.2010

Boxweltmeister Klitschko glaubt nicht an Wende zum Besseren bei Wahlen in der Ukraine

Kiew – Vor den anstehenden Präsidentschaftswahlen am 17. Januar glaubt Boxweltmeisters Vitali Klitschko nicht mehr an die Wende zum Besseren. Wie er dem „Focus“ gegenüber sagte, hätten die Menschen nach dem hoffnungsvollen Sieg der Orangenen Revolution im Dezember 2004 inzwischen vollends das Vertrauen in die Politiker verloren, die „Populismus“ anzubieten hätten statt „konkrete Taten und klare Pläne“. Bei dem anstehenden Urnengang werde deshalb lediglich über Namen entschieden, nicht über Programme. Der amtierende Präsident und einstige Hoffnungsträger der Ukrainer, Viktor Juschtschenko, schaffe es vermutlich nicht einmal in die zweite Wahlrunde. Von seinen Versprechen von 2004 habe er keines erfüllt, so Klitschko. Die beiden Favoriten unter den rund 20 Kandidaten, Julija Timoschenko, einst Juschtschenkos Weggefährtin und heute seine erbitterte Gegnerin, sowie Viktor Janukowitsch, der 2004 der Wahlfälschung beschuldigt wurde, seien, so Klitschko, zwar sehr unterschiedlich, andererseits aber doch ähnlich, denn beide versuchten, das Land zu spalten. Klitschko, der selber bereits zwei Mal für das Amt des Bürgermeisters in Kiew kandidiert hat und der ein Mandat als Abgeordneter des Kiewer Stadtparlaments inne hat, erklärte, keinen der beiden zu unterstützen.

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