Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

Bosbach verteidigt Gründung des „Berliner Kreises

© Deutscher Bundestag / Thomas Koehler / photothek.net

20.12.2011

CDU Bosbach verteidigt Gründung des „Berliner Kreises“

Berlin – Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), hat die Kritik führender CDU-Politiker an der Gründung des „Berliner Kreises“ in der CDU als unberechtigt zurück gewiesen.

„Ich bin sehr überrascht über die etwas harsche Tonlage“, sagte er der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“. „Denn das ist ein Kreis, der sich Gedanken darüber macht, warum die Union in den letzten Jahren an Zustimmung verloren hat und wie wir Stammwähler zurück gewinnen können.“ Wie man das als problematisch ansehen könne, sei ihm „wirklich unbegreiflich“. Schließlich habe das bürgerliche Lager seit der letzten Bundestagswahl in Umfragen zehn Prozentpunkte eingebüßt. Da solle die Parteispitze „doch für jedes Engagement dankbar sein“.

Bosbach reagierte damit auf Äußerungen des Unionsfraktionsvorsitzenden Volker Kauder im „Tagesspiegel“ und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im CDU-Präsidium. „Eine Aufspaltung der Partei oder der Fraktion nach Haltungen sollte es nicht geben“, hatte Kauder gesagt. Schäuble hatte gewarnt, wenn der Kreis eine feste Form erhielte, dann sei eine rote Linie überschritten. Infolge der Angriffe sind Bosbach zufolge zu dem letzten Treffen des Kreises von 40 eingeladenen Gästen bloß 20 erschienen.

Allerdings hat CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe mittlerweile zugesagt, an dem nächsten Treffen im Januar oder Februar teilzunehmen. Überdies wird in dem Kreis darauf verwiesen, dass insbesondere Kauders Kritik auch deshalb ins Leere gehe, weil er selbst führendes Mitglied des „Xantener Bundes“ sei – eines Zusammenschlusses von Unionsabgeordneten, in dem ebenfalls Konservative versammelt seien.

Vor zehn Tagen war bekannt geworden, dass sich der vom hessischen CDU-Fraktionschef Christean Wagner seit Jahren betriebene Gesprächskreis als „Berliner Kreis“ offiziell konstituieren wolle. Gedacht sei jedoch nicht an eine innerparteiliche Opposition, hieß es, sondern an die Schärfung des konservativen Profils der CDU.

Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach und Brandenburgs ehemaliger Innenminister Jörg Schönbohm.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/bosbach-verteidigt-gruendung-des-berliner-kreises-31833.html

Weitere Nachrichten

Aiman Mazyek - Zentralrat der Muslime 2015

© Christliches Medienmagazin pro / CC BY 2.0

Mazyek mahnt etablierte Parteien Nicht Standpunkte der AfD übernehmen

Der Zentralrat der Muslime mahnt die etablierten Parteien in Deutschland, nicht antidemokratische und antimuslimische Standpunkte der AfD zu übernehmen. In ...

Volkswagen-Werk Wolfsburg

© Andreas Praefcke / CC BY 3.0

VW-Abgasskandal 3276 Dienstwagen der Bundesregierung betroffen

3276 Dienstwagen der Bundesregierung sind vom VW-Abgasskandal betroffen und müssen nachgerüstet werden. Das teilte das Bundesverkehrsministerium auf ...

Wolfgang Bosbach CDU 2014

© Foto-AG Gymnasium Melle / CC BY 4.0

Köln Bosbach warnt Anti-AfD-Demonstranten vor Gewalt

Der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach hat die Demonstranten im Umfeld des AfD-Parteitages in Köln zu gewaltlosem Protest aufgefordert. "Jeder sollte ...

Weitere Schlagzeilen