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Bodo Ramelow am 05.12.2014 im Erfurter Landtag

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07.12.2014

Bodo Ramelow „Für mich ist das ein Gebet, kein Eid“

„Das ist mein Respekt vor der Trennung von Kirche und Staat.“

Erfurt – Bodo Ramelow hat erklärt, warum er bei seiner Vereidigung zum Ministerpräsidenten am Freitag im Erfurter Landtag auf die religiöse Bekräftigung „So wahr mir Gott helfe!“ verzichtet hat. Er habe bewusst die weltliche Formel gewählt, sagte Ramelow der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (F.A.S.).

„Das ist mein Respekt vor der Trennung von Kirche und Staat“, so der thüringische Ministerpräsident von der Linken. „Zwar soll mir Gott beistehen, aber das kann ich nicht schwören. Für mich ist das eine Bitte, ein Gebet an meinen Gott. In einem Eid für ein Staatsamt hat das für mich nichts zu suchen.“

Dass Ramelow die religiöse Eidesformel nicht benutzte, hatte zur Verwunderung geführt, weil der thüringische Ministerpräsident seinen christlichen Glauben bislang oft thematisierte.

Ramelow führte noch einen zweiten Grund an, weswegen er die Formel nicht benutzte. Er habe dies auch aus Respekt vor seinen jüdischen und muslimischen Freunden, „meinen abrahamitischen Geschwistern“, getan. Zwar sei in der Formel nur von Gott die Rede, aber im christlichen Abendland schwinge doch der christliche Gott mit. Er habe sich das alles schon vor langem überlegt. „Es war keine parteitaktische Finesse“, sagte Ramelow der F.A.S.

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