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Blumen sind auch in Krisenzeiten gefragt

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23.01.2012

Pflanzen Blumen sind auch in Krisenzeiten gefragt

Ausgaben verfehlen 2011 Rekordhöhe nur knapp – Pflanzenmesse in Essen beginnt.

Essen – Blumen und Pflanzen stehen bei den Verbrauchern in Deutschland weiterhin hoch im Kurs. Mit durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben von 105 Euro wurde 2011 der bisherige Spitzenwert von 108 Euro aus dem Jahr 2008 nur knapp verfehlt, wie der Zentralverband Gartenbau (ZVG) am Montag in Essen berichtete. “Die Kauflaune für Blumen und Pflanzen ist ungebrochen gut”, sagte ZVG-Präsident Heinz Herker einen Tag vor Beginn der Internationalen Pflanzenmesse IPM.

Mit einem nahezu unveränderten Umsatz von rund 8,5 Milliarden Euro verteidigte Deutschland auch im Vorjahr seine Position als größter europäischer Markt für Zierpflanzen und Blumen. Der auf Platz zwei folgende britische Markt ist mit 4,5 Milliarden Euro nur etwas mehr als halb so groß. Es folgen Frankreich mit 3,3 Milliarden und Italien mit 2,2 Milliarden Euro.

Der grüne Markt in Deutschland wird von der Branche selbst als überwiegend resistent gegen Krisen eingestuft. “Wir hatten in den vergangenen 30 Jahren im Gartenbau keine wirkliche Delle”, sagte Herker. Während in Zeiten guter Konjunktur die Ausgabenbereitschaft der Verbraucher ohnehin höher sei, wollten die Kunden aber auch in der Krise nicht auf Pflanzengrün verzichten.

“Blumen und Pflanzen werden nicht als Luxus wahrgenommen. Sie sind Produkte, die sich der Verbraucher leisten kann und will”, sagte Herker. Schwankungen in der Nachfrage sind nach Feststellung der Branche deshalb weniger von der Konjunktur als von der Witterung abhängig. So sei das Interesse der Kunden vor allem während des langen Winters 2010/2011 und des verregneten Sommers eher gering gewesen.

Weniger stabil zeigt sich dagegen die Branchenstruktur. Die Zahl der aktuell 60.000 Gartenbaubetriebe mit etwa 400.000 Beschäftigten sinkt laut ZVG jährlich um durchschnittlich zwei Prozent. Grund sei ein Strukturwandel hin zu größeren Betrieben.

Unterdessen gibt auch der Blumen- und Pflanzen-Fachhandel stetig Marktanteile an die großen Sortimenter ab. Bei Schnittblumen haben die Fachgeschäfte derzeit noch 70 Prozent, bei Topfpflanzen 50 Prozent Anteil.

Neue Trendimpulse erwartet die Branche von der am Dienstag (24. Januar) in Essen beginnenden IPM. Sie gilt als weltweit größte Messe für den Garten- und Pflanzenbau. Rund 1.500 Aussteller aus 44 Ländern zeigen vier Tage lang Produkte und Dienstleistungen rund um Pflanzen, Gartenbautechnik und Floristik. Erwartet werden rund 60.000 Fachbesucher.

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