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theblogpaper

© Viktor Mildenberger / pixelio.de

24.08.2009

Blogs im Zeitungsformat Neuer Anlauf in England

1. Ausgabe soll am 25. September erscheinen.

London – Das britische Projekt theblogpaper startet einen neuen Versuch, Weblogs in gedruckter Form zu veröffentlichen. Die erste Ausgabe dieser Medienkombination soll am 25. September mit einer Druckauflage von 5.000 Stück erscheinen. Über die „Print-Tauglichkeit“ der verschiedenen Blog-Beiträge entscheidet allein die Community des Web-Portals.

Vorerst wird das gedruckte theblogpaper in ausgewählten Stadtteilen von London sowie einflussreichen Bloggern, Medien und Werbeagenturen zugestellt, verkündet Unternehmensgründer Anton Waldburg auf dem Branchenportal Journalism.co.uk.

Die September-Ausgabe ist als „Pre-Launch-Version“ konzipiert, da man sich vor der ersten, „richtigen“ Ausgabe noch ausreichend Feedback von Lesern und teilnehmenden Schreibern einholen möchte. Geplant ist jedenfalls, die gedruckte Zusammenfassung der Blog-Beiträge wöchentlich erscheinen zu lassen.

theblogpaper will eine News-Community im Netz schaffen, die geschriebene und Multimedia-Nachrichten erstellt, die wiederum von den Lesern bewertet und in ein Ranking gebracht werden sollen. Erfährt ein Beitrag besonderen Zuspruch im Web, wird er für die Print-Ausgabe vorgeschlagen bzw. landet auf der Online-Startseite von theblogpaper. Die Finanzierung des Projekts soll durch Anzeigeneinnahmen erfolgen.

„Wir wissen sehr wohl über die aktuelle Situation am Anzeigenmarkt, speziell im Segment der Gratiszeitungen, Bescheid. Aber wir hoffen, dass unser Konzept, wonach Nutzer durch ein Rating oder einen Kommentar selbst entscheiden können, welche Story gedruckt wird, Anklang bei den Inserenten findet“, gibt sich Waldburg zuversichtlich. Immerhin hat theblogpaper laut eigenen Angaben bereits über 500 mitwirkende Nutzer für sich gewinnen können.

Ähnliches Konzept gescheitert

Ein ähnliches Konzept wie theblogpaper verfolgte das US-amerikanische Start-up „The Printed Blog“, allerdings nur mit dürftigen Erfolg. Nach nur sechs Monaten musste Gründer und Herausgeber Joshua Karp im vergangenen Juli die Einstellung der gedruckten Ausgabe „aufgrund des Fehlens von externen Investmentgeldern“ verkünden.

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