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Weihnachtsmarkt Gluehwein

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23.12.2013

Blog Adventskalender 2013 Advent, Weihnachtsmann, Bescherung und weitere Rituale

Willkommen beim 23. Söckchen des Blog Adventskalenders 2013.

Um die Weihnachtszeit gibt es viele Rituale. Adventskalender, Weihnachtsbaum und der bärtige Mann mit dem roten Mantel gehören unabdingbar zu Weihnachten. Gewohnheiten sind so von Generation zu Generation weitergegeben worden. Doch was steckt hinter den unverwechselbaren Kennzeichen von Weihnachten. Wie kam es zum Advent, Adventskranz und Adventskalender? Gab es schon immer Geschenke? Zum Teil gab es Ähnliches schon bei den alten Germanen. Nachfolgende Völker sowie das Christentum übernahmen das weihnachtliche Brauchtum.

Advent – das Warten auf Weihnachten

Die Adventszeit ist die Vorbereitungszeit auf die Geburt Jesu. Die katholische Kirche hat lange daran festgehalten, in diesen vier Wochen keine Trauungen und Feiern zu gestatten. Am ersten Advents-Sonntag beginnt das neue Kirchenjahr. Gemütliche Advents-Nachmittage bei Kerzenschein, Kaffee und Lebkuchen oder Gesellschaftsspielen sind erst in der Nachkriegszeit eingeführt worden. Doch Advents-Andachten in Gotteshäusern waren schon vorher vorweihnachtliche Zusammenkünfte.

Adventskranz – vier Kerzen auf Tannengrün

Advents-Andachten hielt der evangelische Theologe Heinrich Wichern (1808 – 1891) im Rauhen Haus in Hamburg ab. Der Theologe symbolisierte die Zeit bis Weihnachten mit brennenden Kerzen auf Tannengrün. Erst verfügte der Kranz über 24 Kerzen inklusive vier größeren oder andersfarbigen Kerzen für die Advents-Sonntage. Seine größte Verbreitung fand der Advents-Kranz nach dem Ersten Weltkrieg. In Lazaretten und Unterkünften der Soldaten hingen leuchtende Kränze. Die Soldaten brachten diesen Brauch auch als Zeichen des Patriotismus mit in ihre Heimat. Der Advents-Kranz war aber eine evangelische Erfindung und breitete sich in der Bevölkerung von Norden nach Süden aus. Die katholische Kirche und Gläubige standen diesem Brauch eher kritisch gegenüber, gaben aber ihr Misstrauen nach und nach auf.

Adventskalender – 24 Türchen mit oder ohne Schokolade

Der Weihnachtskalender hat einen ähnlichen Ursprung wie der Adventskranz. Elise Averdieck (1808-1907) aus dem Freundeskreis von Wichern beschreibt einen schlichten Kalender mit an einer Tapete angehefteten Bildern. Die Heimkinder wüssten dann genau, wann Weihnachten ist. Die ersten gedruckten Zeitmesser waren Weihnachtsuhren mit Zeiger. Beim Schieben des Zeigers über das Ziffernblatt lasen Kinder und Erwachsene christliche Botschaften oder Auszüge aus Weihnachtsliedern. Nach dem Ersten Weltkrieg tauchten erste gedruckte Adventskalender auf. Damals waren Kinder noch mit Bildern hinter den Türchen zufrieden. In den heutigen Kalendern stecken essbare Überraschungen. In der ehemaligen DDR gab es in den Adventskalendern allerdings keine Schokolade. Für die Befüllung sollten die Eltern oder Verwandte im Westen sorgen.

Der Weihnachtsmann ist eine amerikanische Erfindung

Der allgemein bekannte Weihnachtsmann mit dem roten Mantel und langen, weißen Bart ist Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. Aussehen, Benehmen und der Doppelcharakter sind vom Nikolaus übernommen. Böse oder ungehorsame Kinder werden bestraft und fleißige Kinder erhalten eine Belohnung oder werden beschert. Die bildlichen Darstellungen stammen aus Struwelpeter, von deutschen Weihnachts-Postkarten und Glanzbildern sowie Thüringer Papp-Figuren. Im Volksglauben oder Religion kam der Weihnachtsmann bis dahin nicht vor. Amerikanische Firmen kauften die meisten hohlen Nikolaus-Figuren in Deutschland. Die ließen sich prall mit Süßigkeiten füllen. So machte der Weihnachtsmann in Amerika Karriere, besonders durch Coca-Cola. Innerhalb einer Werbekampagne in den 1920-Jahren erhielt Weihnachtsmann passend einen rot-weißen Mantel. Durch die Weltausstellung um 1900 in Paris gelangte der Weihnachtsmann zu seinem Schlitten. Die Sonneberger Spielzeug-Industrie erfand den schlittenfahrenden Weihnachtsmann mit Rothirschen als Zugtiere. Dieses Motiv ging auf Postkarten und Glanzbildern um die ganze Welt. Nun wusste jeder, wie der Weihnachtsmann aussieht und der Siegeszug war nicht aufzuhalten. Verkleidete Weihnachtsmänner stehen auf Weihnachtsmärkten, in Fußgänger-Passagen und Schaufenstern.

Bescherung – Geschenke und bunte Teller

Der Bescherungstermin ist und war nicht überall am Heiligen Abend. Gabenüberbringer sind der Weihnachtsmann oder in Süddeutschland das Christkind. Beide sind unsichtbar und legen leise Geschenke unter den Tannenbaum. Die Geschenke sind in Papier eingepackt und mit Geschenke-Anhänger. Das ist erst seit etwa 1950 üblich. Davor umrandeten unverpackte Geschenke bunte Teller mit Süßigkeiten, Nüssen und Äpfeln. Der Teller war meist aus bunt bedruckter Pappe, hergestellt in Thüringen. Hatten sie ihren Zweck erfüllt, wanderten diese nach Weihnachten in die Weihnachtskiste gemeinsam mit Baumschmuck in den Keller. Manche „großen“ Geschenke, zum Beispiel Puppenstube oder Kaufladen, traten zum „Schonen“ ebenfalls diesen Weg an. Wahrscheinlich ist deshalb so gut erhaltenes Spielzeug in vielen Museen zu bewundern. Angestellte erhielten Naturalien oder Geld. Kinder verfassten für ihre Eltern Weihnachtswünsche auf Weihnachts-Postkarten oder fertigten selbst Geschenke. Selbstgemachte Geschenke waren eher die Norm. Erst mit der industriellen Produktion von Waren konnten Geschenke fertig gekauft werden. In reichen Haushalten hatte jedes Haushaltsmitglied einen eigenen Tisch mit Weihnachtsbaum.

24 Söckchen – Der Blog Adventskalender 2012

Das war es also das vorletzte Söckchen zum Blog Adventskalender 2013. Das letzte Söckchen findet sich ab morgen entweder auf windowsbunny.de, offenesblog.de oder mendweg.com. Das Team vom Newsburger wünscht viel Spaß beim suchen und eine besinnliche Weihnachtszeit.

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