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Blickpunkt Trainer: Ziel Klassenerhalt  für Skibbe und Streich

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19.01.2012

Trainer Blickpunkt Trainer: Ziel Klassenerhalt für Skibbe und Streich

Chefeinkäufer Magath mit 30 Mio. aus der Krise – Dutt in Leverkusen unter Druck.

Düsseldorf – Zwei Neue, ein Großeinkäufer und ein Trainer unter besonderer Beobachtung: Wenn am Freitag die Fußball-Bundesliga in die Rückrunde startet, stehen eine Reihe von Übungsleitern im Blickpunkt. “Neuer Trainer, neues Glück”, hieß das Motto in der Winterpause bei Hertha BSC Berlin und Schlusslicht SC Freiburg, wo Michael Skibbe und Jürgen Streich als neue Cheftrainer verpflichtet worden sind.

Dabei soll Skibbe nach dem beispiellosen Possenspiel um Markus Babbel in der Hauptstadt für Ruhe und möglichst schnell für den Klassenerhalt sorgen, nachdem die Lage im Dezember eskaliert war. Da hatten sich Babbel auf der einen und Sportdirektor Michael Preetz sowie Präsident Werner Gegenbauer auf der anderen Seite gegenseitig der Lüge bezichtigt hatten.

Nun also Skibbe, der vom türkischen Erstligisten Eskisehirspor kam und seine vierte Station in Deutschland nach Borussia Dortmund, Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt antritt. Berlin gehöre ins obere Tabellendrittel kündigte Skibbe an, zuvorderst hat der frühere DFB-Trainer aber andere Ziele: “Wir wollen die nächsten 20 Punkte holen, um den Klassenerhalt zu sichern. Darüber hinaus möchten wir im DFB-Pokal weiterkommen und dann auch das Finale in Berlin erreichen.”

Weitaus schwieriger ist das Unterfangen von Streich in Freiburg, der nach dem Abgang von Torjäger Papiss Demba Cisse zu Newcastle United und der Hypothek von nur 13 Punkten in der Hinrunde geradezu vor einer “Mission impossible” steht. “Den Weggang von Papiss können wir nicht kompensieren. Wir können versuchen, es uns über die Mannschaft zu erarbeiten”, sagte der bisherige Co-Trainer Streich, der die Nachfolge des glücklosen Marcus Sorg antrat.

Sportdirektor Dirk Dufner traut dem 46-Jährigen jedenfalls einiges zu. “Laut und euphorisch” sei zwar kein Kriterium für einen Trainer, aber in der Situation brauche der Sport-Club einen Trainer, der wachrüttelt. Die Transfereinnahmen von rund zwölf Millionen Euro durfte Streich auch ein wenig reinvestieren. Drei Spieler (Sebastian Freis, Fallou Diagne und Michael Lumb) wurden geholt.

In Wolfsburg dürfte Chefeinkäufer Felix Magath darüber nur müde lächeln. Nach der so enttäuschenden Hinrunde mit nur 20 Punkten durfte “Felix Allmächtig” für gut 30 Millionen Euro noch einmal nachbessern. Acht Spieler kamen in die VW-Stadt, darunter auch Abwehrspieler Ricardo Rodriguez, nur 19 Jahre alt, für rund 7,5 Millionen Euro.

Den Vorwurf, Magath verbrenne sinnlos Geld, will VW-Vorstand Francisco Javier Garcia Sanz aber nicht stehen lassen. “Der Club bekommt wie alle Tochtergesellschaften des Unternehmens ein Budget, und in diesem Rahmen muss er haushalten. Die aktuellen Transfers bewegen sich alle innerhalb des Budgets”, sagte Sanz.

Womöglich dürfte Robin Dutt ein wenig neidisch nach Wolfsburg schauen. Trotz der vielen Ausfälle (Renato Augusto, Tranquillo Barnetta, Rene Adler, Sidney Sam) muss der Leverkusener Trainer mit seinem bisherigen Spielermaterial auskommen und die ehrgeizige Zielvorgabe von Klubboss Wolfgang Holzhäuser (34 Punkte in der Rückrunde) umsetzen. Sollte der Start daneben gehen, könnte es für den Nachfolger von Jupp Heynckes schnell ungemütlich werden.

Interessant dürfte auch die weitere Entwicklung von Bruno Labbadia beim VfB Stuttgart werden. Bei seinen vorherigen Stationen in Leverkusen und Hamburg war der Zauber des früheren Torjägers jeweils nach weniger als einem Jahr verflogen. Beim VfB, der mit 22 Punkten eine mittelmäßige Hinrunde spielte, ist das erste Jahr der Ära Labbadia nun vorbei …

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