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Joseph Blatter

© dts Nachrichtenagentur

17.07.2012

Schmiergeldaffäre Blatter erklärt Aussagen zur WM-Vergabe

Es würden immer „irgendwelche Verschwörungstheorien“ gesponnen.

Zürich – Fifa-Präsident Joseph Blatter hat seine Aussagen bezüglich der Vergabe der Fußball-WM 2006 an Deutschland erklärt. In einem Brief, der am heutigen Dienstag in der „Bild“-Zeitung abgedruckt ist, schreibt Blatter, dass er mit seinen Worten darauf hinweisen wollte, „dass man immer einen Vorwand finden kann, um die Rechtmäßigkeit eines Entscheides zu bezweifeln.“

Bei WM-Vergaben würden immer „irgendwelche Verschwörungstheorien“ gesponnen, „sogar im Zusammenhang mit Deutschland, das eine perfekte WM lieferte.“ Er selbst glaube aber nicht an Verschwörungstheorien, sondern nur an Fakten, so Blatter weiter.

Die Kernaussage seiner Botschaft sei: „Solange keine konkreten Beweise vorliegen, dass bei irgendeiner WM-Vergabe etwas schief gelaufen ist, muss und soll man an der Rechtmäßigkeit der Wahl festhalten. Dies gilt für Deutschland ebenso wie für alle anderen Länder.“

Der wegen eines Schmiergeld-Skandals zuletzt stark in die Kritik geratene Blatter hatte in einem Interview mit dem Schweizer „SonntagsBlick“ auf eine Frage zu Korruptionsvorwürfen bei der WM-Vergabe an Russland 2018 und Katar 2022 darauf hingewiesen, dass selbst bei der WM-Vergabe an Deutschland 2006 solche Vorwürfe erhoben worden waren.

Für seine Aussagen ist der Fifa-Chef unter anderem von Franz Beckenbauer, dem ehemaligen Präsidenten des Organisationskomitees für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, kritisiert worden.

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