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Islamischer Staat ISIS

© The Islamic State / gemeinfrei

02.09.2016

BKA-Chef Münch IS kämpft mit Doppelstrategie gegen den Westen

„Ihre Radikalisierung verläuft über die Propaganda im Verborgenen.“

Berlin – Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ kämpft nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamts mit einer Doppelstrategie gegen Deutschland und andere westliche Staaten. Der IS setze zum einen auf Personen, die „besonders ausgebildet sind, die sich in größeren Netzwerken bewegen und komplexe, geplante Anschläge verüben, wie in Paris und Brüssel“, sagte BKA-Präsident Holger Münch im Interview mit dem „Tagesspiegel“ (Samstagausgabe).

Der IS spreche aber auch mit seiner Propaganda Personen an, die weder in Ausbildungslagern waren noch Teil eines Netzwerkes seien. „Ihre Radikalisierung verläuft über die Propaganda im Verborgenen und sie folgen dann den Aufrufen zu einfachen, schnell durchzuführenden Anschlägen“, sagte Münch.

„Einige, wie die Täter in Würzburg und Ansbach, werden von IS-Angehörigen offenbar mit Rat und Zuspruch bis zur Tatausführung, etwa über Soziale Medien, begleitet.“ Das BKA gehe nicht davon aus, dass der IS die Attentäter von Würzburg und Ansbach gezielt nach Europa geschickt habe.

In Würzburg hatte der angeblich aus Afghanistan stammende Flüchtling Riaz Khan Ahmadzai mit einer Axt fünf Menschen verletzt und wurde dann von der Polizei erschossen. Sechs Tage später sprengte sich in Ansbach der syrische Flüchtling Mohammed Daleel mit einer Rucksackbombe in die Luft. 15 Menschen erlitten Verletzungen.

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