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Geldautomat

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02.06.2019

BKA Angriffe auf Geldautomaten erreichen Höchststand

Die Kriminellen würden „absolut rücksichtslos“ vorgehen.

Berlin – Die Zahl der Fälle beim Delikt „Angriffe auf Geldautomaten“ hat einen Höchststand erreicht.

Bundesweit sind 369 Fälle im vergangenen Jahr registriert worden. Das ist ein Anstieg um 38 Prozent gegenüber dem Jahr 2017 (268 Fälle). Zugleich ist dies der höchste Stand seit zehn Jahren. Im Jahr 2009 hatte die Polizei nur 56 Fälle registriert. Das geht nach Informationen der „Welt am Sonntag“ aus dem „Bundeslagebild Angriffe auf Geldautomaten 2018“ hervor, das das Bundeskriminalamt (BKA) in Kürze vorlegen wird.

Die 369 Fälle teilen sich in 137 vollendete Sprengungen und 232 Versuche auf. Das BKA teilte auf Anfrage mit, dass es bis zum 30. April des laufenden Jahres bereits 130 versuchte und vollendete Sprengungen von Geldautomaten gegeben habe.

Dass ein Großteil der Täter aus den Niederlanden kommt, führt die Behörde darauf zurück, dass der Schutz solcher Automaten in dem Nachbarland schon seit Jahren deutlich besser sei als in der Bundesrepublik. „Grundsätzlich lässt sich konstatieren, dass für einen großen Anteil von Geldautomatensprengungen Tatverdächtige aus den Niederlanden verantwortlich waren. Daneben waren jedoch auch bandenmäßig agierende Täter aus Osteuropa wie zum Beispiel aus Polen und Ungarn sowie regional ansässige Täter aktiv“, stellt das BKA fest.

In der Regel würden die Straftäter ein Gasgemisch zur Sprengung benutzen, manchmal sogar Explosivstoffe.

Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler, sagte der „Welt am Sonntag“: „Wir haben das Problem der Sprengung von Geldautomaten leider nicht nachhaltig Griff. In der Zusammenarbeit mit den Niederlanden gibt es noch einiges zu optimieren.“

Er fordert eine zentral zuständige Staatsanwaltschaft: „Es wäre gut, wenn wir eine zentrale Staatsanwaltschaft hätten, die für die Niederlande Ansprechpartner ist. Die Ermittlungen sind äußerst aufwendig.“ Eine Aufklärung der Taten sei auch deshalb schwierig, weil die Polizei zu wenig Personal dafür habe.

Die Kriminellen würden „absolut rücksichtslos“ vorgehen. „Die Taten sind nicht nur für die Gebäude, sondern auch für die Menschen hoch gefährlich, die sich zufällig im Umfeld der Explosionen aufhalten“, so Fiedler. Bei der Polizei gebe es die ernste Besorgnis, dass es zu Verletzten und Toten kommen könne.

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