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Bislang geringe Beteiligung bei Landtagswahl

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06.05.2012

Schleswig-Holstein Bislang geringe Beteiligung bei Landtagswahl

Bis 14.00 Uhr machten 37,7 Prozent vom Wahlrecht gebrauch.

Kiel – Vergleichsweise schleppend ist die Landtagswahl in Schleswig-Holstein am Sonntag angelaufen. Um 14.00 lag die geschätzte Wahlbeteiligung bei 37,7 Prozent, wie Landeswahlleiterin Manuela Söller-Winkler mitteilte. Bei der Wahl 2009 hatte sie zu diesem Zeitpunkt bei 48,6 Prozent gelegen. Allerdings fanden seinerzeit zeitgleich Bundestagswahlen statt. Die endgültige Wahlbeteiligung lag 2009 bei 73,6 Prozent.

Bereits am Vormittag gab das Gros der Spitzenkandidaten ihre Stimme ab. CDU-Spitzenkandidat Jost de Jager erschien gemeinsam mit seiner Frau Britta im Wahllokal in Eckernförde. Anschließend wollte er chinesisch essen und spazieren gehen. Er sei nicht mehr so aufgeregt wie noch am Samstag, sagte de Jager.

Sein Kontrahent von der SPD hatte bereits am Mittwoch per Briefwahl gewählt. SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig war am Sonntag auf einer Konfirmation in Nordrhein-Westfalen und wurde erst am späten Nachmittag in Kiel erwartet.

Noch bis 18.00 Uhr können rund 2,24 Millionen Wahlberechtigte im nördlichsten Bundesland ihre Stimme abgeben. Laut jüngsten Umfragen deutet sich ein Regierungswechsel im Land an. CDU und SPD liegen nach Angaben der Demoskopen etwa gleichauf. Für Rot-Grün wird es aber vermutlich ebenso wenig reichen wie für eine Neuauflage des seit 2009 regierenden Bündnisses von CDU und FDP.

Carstensens Nachfolger wird gesucht

Sicher ist dagegen bereits, dass Schleswig-Holstein einen neuen Ministerpräsidenten bekommen wird. Regierungschef Peter Harry Carstensen (CDU) tritt nicht mehr an. „Ich bin Ministerpräsident, bis ein anderer gewählt ist“, sagte er am Sonntag am Rande seiner Stimmabgabe auf der Halbinsel Nordstrand. Carstensens Wahllokal befand sich im Wohnzimmer von Ute Clausen, der Bürgermeisterin von Elisabeth-Sophien-Koog. Zum Wahlgang gab es Kaffee und Brötchen.

Große Chancen auf seine Nachfolge rechnet sich SPD-Spitzenkandidat Albig aus, der auf Rot-Grün, notfalls in Verbindung mit dem Südschleswigschen Wählerverband (SSW) setzt. Die Partei der dänischen Minderheit hat erstmals ihre Bereitschaft zum förmlichen Eintritt in eine Regierung signalisiert. SSW-Spitzenkandidatin Anke Spoorendonk wird somit möglicherweise zum Zünglein an der Waage. Sie gab am Morgen in Harrislee bei Flensburg ihre Stimme ab.

Die CDU ist ohne Koalitionsaussage zur Wahl angetreten. Denkbar sind aus Unions-Sicht laut den Umfragen einzig eine schwarz-gelb-grüne „Jamaika“- oder eine große Koalition. Aus der Landtagswahl 2009 war die Union mit 31,5 Prozent als stärkste Kraft vor der SPD mit 25,4 Prozent hervorgegangen. Die FDP lag bei 14,9 Prozent, für die Grünen hatten 12,4 Prozent gestimmt. Auf die Linke entfielen 6,0 Prozent und auf den SSW 4,3 Prozent.

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