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Betreuungsgeld an Pflichtuntersuchungen knüpfen

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14.04.2012

Kristina Schröder Betreuungsgeld an Pflichtuntersuchungen knüpfen

Eltern sollen „vorgeschriebene Untersuchungen beim Kinderarzt zur Entwicklungsüberprüfung wahrnehmen.

Berlin – Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will mit Blick auf Kinder aus Problemfamilien für die Barauszahlung des Betreuungsgeldes Bedingungen stellen. „Wir wollen die Auszahlung des Betreuungsgeldes daran knüpfen, dass die Eltern die vorgeschriebenen Untersuchungen beim Kinderarzt zur Entwicklungsüberprüfung wahrnehmen. Denn wenn Eltern ihre Kinder nicht in die Pflichtuntersuchungen geben, ist das oft ein Indikator für problematische Verhältnisse“, sagte Schröder der Zeitung „Bild am Sonntag“. Es gebe eine Minderheit von Kindern, die aus so schwierigen Verhältnissen kämen, dass sie von einer frühen Förderung in der Kita stark profitieren würden. „Diese kleine Gruppe sollten wir im Auge haben, wenn es darum geht, beim Betreuungsgeld einen falschen Anreiz zu vermeiden“, sagte Schröder.

Die Ministerin bemüht sich, den Streit in der Union um das Betreuungsgeld für Mütter, die ihre Kinder im zweiten und dritten Lebensjahr nicht in eine Kita geben, zu entschärfen. „Die Debatte ums Betreuungsgeld ist weltanschaulich unglaublich aufgeladen. Das tut überhaupt nicht Not. Wer sein Kind mit zwei Jahren in die Krippe gibt, ist nicht herzlos. Und wer die Betreuung im zweiten Lebensjahr selbst übernimmt, ist nicht hirnlos“, so Schröder. Zuvor hatten 23 CDU-Abgeordnete in einem Brief angekündigt, das Betreuungsgeld abzulehnen, während die CSU auf die Einführung beharrt.

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