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Beste Ideen gegen Staus gekürt

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12.03.2012

IHK Beste Ideen gegen Staus gekürt

Industrie warnt vor Verkehrskollaps.

Essen – Die Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen warnen vor einem Verkehrskollaps im bevölkerungsreichsten Bundesland. Die knappen Finanzmittel müssten zielgerichteter und effizienter eingesetzt werden, forderte deren Präsident Paul Bauwens-Adenauer am Montag auf einem Verkehrskongress der Kammern in Essen. Dort wurden zugleich die besten Ideen gegen Staus im Bundesland ausgezeichnet.

Eingegangen waren für den Wettbewerb mehr als 500 Vorschläge. Den mit 1.500 Euro dotierten ersten Preis erhielt Markus Borg aus Herne. Seine Idee betrifft die Abfahrt A 40 Richtung Duisburg auf die A 52 nach Düsseldorf. Hier verläuft die Abfahrt einspurig, die A 52 wird allerdings unmittelbar danach dreispurig weitergeführt. Gleichzeitig dient die Abfahrt als Auffahrtspur der Anschlussstelle Essen-Frillendorf auf die A 40. Borgs Lösung: Wird die mittlere Spur als „Y-Abfahrt“ gestaltet, könnte der Verkehr zweispurig abfließen.

Den zweiten Rang belegte Desiree Bernard aus Lünen. Sie schlug vor, den Bereich für den Spurwechsel im Autobahnkreuz Dortmund-Nordwest an der A 2 in Richtung Bochum zu verlängern. So könnten dortige Rückstaus vermieden werden. Klaus-Jürgen Kühn aus Bochum landete auf dem dritten Platz. Er plädierte dafür, die Einfädelspur auf die A 40 in Bochum-Werne am Ruhrpark bis zum Kreuz Bochum weiterzuführen. Nach Angaben der NRW-IHKs will der Landesbetrieb Straßenbau NRW die Ideen zügig umsetzen.

Die Preise überreichten NRW-Verkehrsminister Harry Voigtsberger (SPD) und der Juryvorsitzende Justin Geistfeldt. Von den über 500 eingereichten Vorschlägen bezogen sich mehr als die Hälfte auf Autobahnen, 60 Prozent davon allein auf A 40 sowie die NRW-Abschnitte der A 1 und der A 4. Rund 70 Ideen betrafen Bundesstraßen. Zudem wurden über 100 allgemeine Vorschläge ohne konkreten Streckenbezug eingereicht.

Doch diese Ideen allein reichen nach Ansicht der Industrie- und Handelskammern nicht aus, um einen Verkehrskollaps zu verhindern. „Wir müssen weg vom Gießkannenprinzip und die knappen Mittel dort einsetzen, wo sie den größten Nutzen stiften“, sagte IHK-Präsident Paul Bauwens-Adenauer. Zugleich rief er Voigtsberger dazu auf, volkswirtschaftlich wichtige Infrastrukturmaßnahmen bis zur Baureife zu bringen. Sonst flössen Bundesgelder, die für NRW vorgesehen seien, in andere Bundesländer.

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