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15.12.2009

Berlusconi-Attentäter muss trotz Entschuldigung vor Gericht

Mailand – Der Mailänder, der den italienischen Premierminister Silvio Berlusconi am Sonntagabend auf einer Wahlveranstaltung attackiert hatte, hat sich bei dem Regierungschef entschuldigt. In einem Brief erklärte Massimo Tartaglia sein „tief empfundenes“ Bedauern angesichts der „oberflächlichen, feigen und unbedachten Tat“. „Ich habe mich selbst nicht wieder erkannt“, schrieb der 42-Jährige, der nach eigener Aussage allein und ohne politische Motivation gehandelt habe. Tartaglia soll im Laufe des Tages gerichtlich gehört werden. Im Höchstfall droht dem Mailänder eine Haftstrafe von fünf Jahren.

Der Attentäter hatte Berlusconi vor zwei Tagen mit einer Miniaturnachbildung des Mailänder Doms beworfen. Der Regierungschef erlitt dabei mehrere Platzwunden, eine leichte Fraktur der Nasenscheidewand sowie Beschädigungen an zwei Vorderzähnen. Der stark blutende 73-Jährige wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht, dass er heute wieder verlassen soll. Sympathisanten Berlusconis haben vor der Klinik ein Plakat mit Genesungswünschen angebracht, auch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin, Großbritanniens Premierminister Gordon Brown und Papst Benedikt XVI. sendeten dem Politiker ihre Besserungswünsche. Zu Protestaktionen gegen Berlusconi kommt es bei öffentlichen Auftritten des Politikers häufig, sowohl sein politisches Programm als auch sein Auftreten gelten als umstritten.

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© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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