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Rückblick auf französische Revolution

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09.02.2012

Berlinale Rückblick auf französische Revolution

Neumann erinnert an Menschen in Syrien – Prominente von Kruger bis Nina Hoss auf dem roten Teppich.

Berlin – Mit dem Historiendrama “Leb’ wohl, meine Königin” ist die 62. Berlinale am Donnerstagabend eröffnet worden. Zahlreiche Schauspieler und Filmemacher schritten im Blitzlichtgewitter über den roten Teppich vor dem Berlinale Palast am Potsdamer Platz. Darunter war das Team des Auftaktfilms mit der deutschen Darstellerin Diane Kruger und ihren französischen Kolleginnen Lea Seydoux und Virginie Ledoyen.

Der Eröffnungsfilm von Regisseur Benoit Jacquot, der auch im Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären ist, dreht sich um die Anfänge der Französischen Revolution im Juli 1789. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) erinnerte in seiner Rede bei der Gala an die Revolution in Kairo vor einem Jahr und ergänzte mit Blick auf das Festival, nirgendwo werde Kino, Politik und Weltoffenheit derart beispielhaft vereint. Die Berlinale, die politischer denn je sei, stehe “ganz im Zeichen des Umbruchs und des Aufbruchs”.

Neumann zeigt sich solidarisch mit Menschen in Syrien

Solidarität gebühre den Menschen in Syrien, betonte er vor dem Hintergrund der gewalttätigen Auseinandersetzungen in dem Land. Auch an den verurteilten iranischen Regisseur Jafar Panahi, dessen Jury-Stuhl im vergangenen Jahr auf der Berlinale leer bleiben musste, sandte Neumann “solidarische Grüße”. In Ländern wie Iran und China würden Künstler verfolgt und inhaftiert, deswegen sei es wichtig, dass auch auf der Berlinale “Flagge gezeigt wird für Menschenrechte und für die Freiheit der Kunst”. Der CDU-Politiker ergänzte, trotz aller Diplomatie und wirtschaftlichen Interessen dürfe man nicht dazu schweigen, dass in China Freiheit von Kunst und Kultur mit Füßen getreten werde.

Auch der algerische Schriftsteller Boualem Sansal, der Mitglied der internationalen Jury ist und 2011 auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde, erinnerte bei der Gala vor rund 1.800 Gästen an die Umwälzungen und aktuellen Ereignisse im arabischen Raum.

In der Jury sitzen in diesem Jahr zudem der britische Regisseur Mike Leigh, die Schauspielerinnen Charlotte Gainsbourg und Barbara Sukowa, der Fotograf und Filmemacher Anton Corbijn, der iranische Regisseur, Bären-Gewinner und Oscar-Kandidat Asghar Farhadi, der Schauspieler Jake Gyllenhaal sowie der Filmemacher Franois Ozon. Der Franzose, der zuvor mehrfach im Berlinale-Wettbewerb vertreten war, freute sich, wieder in der Stadt zu sein, “die Kino und Currywurst liebt”. Leigh erwartet eine zugleich anstrengende und aufregende Jury-Arbeit, wie er sagte.

Filmprominenz auf dem roten Teppich

Vor allem viel nationale Filmprominenz, darunter Nina Hoss und Mario Adorf, war zum Start der Internationalen Filmfestspiele Berlin gekommen. Aber auch der britische Schauspieler Christopher Lee (“Dracula”), hatte sich unter das Publikum im Berlinale Palast gemischt. Am roten Teppich hatten zuvor mehrere hundert Fans bei winterlichen Temperaturen auf die Schauspieler gewartet.

Auf dem Festival werden in diesem Jahr fast 400 Filme gezeigt. 18 Produktionen konkurrieren um die Bären, die im Laufe des vorletzten Festivaltags am 18. Februar verliehen werden. Darunter sind auch die neuen Filme der deutschen Regisseure Christian Petzold, Hans-Christian Schmid und Matthias Glasner.

Erwartet wird in diesem Jahr beim Festival Hollywood-Prominenz wie Angelina Jolie und Keanu Reeves. Ein Höhepunkt ist die Verleihung des Goldenen Ehrenbären an die Oscar-Preisträgerin Meryl Streep für ihr Lebenswerk. Zu den prominenten Gästen sollen auch “Twilight”-Frauenschwarm Robert Pattinson und Bollywood-Star Shah Rukh Khan zählen.

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