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Corona-Krise WZB-Präsidentin sieht Rückschritt in Rollenverteilung

„Sie tun das, weil es nicht anders geht, weil sie zurückstehen müssen.“

Berlin – Die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB), Jutta Allmendinger, sieht in der Coronakrise „Anzeichen für eine Rolle rückwärts“ in der Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen.

„Die Antworten von Tausenden von Frauen und Männern auf die WZB-Umfrage `corona-alltag.de` zeigen eindringlich, dass die Zufriedenheit mit der Arbeit und dem Leben insgesamt bei Müttern noch stärker zurückgegangen ist als bei Vätern und kinderlosen Personen“, sagte Allmendinger der „Welt“ (Mittwochausgabe).

„Auch haben Frauen, speziell Mütter, ihren Erwerbsumfang bereits in den ersten Wochen der Krise deutlich stärker reduziert als Männer.“ Die meisten hätten zuvor schon in Teilzeit gearbeitet. „Sie tun das, weil es nicht anders geht, weil sie zurückstehen müssen. Sie arbeiten also wie in früheren Zeiten viel mehr für das Wohlergehen der Familie, eine wichtige, aber unbezahlte Arbeit“, so die WZB-Präsidentin.

Die Unterschiede zwischen Müttern und Vätern würden größer. „Im Verdienst, in der beruflichen Entwicklung, in der Alterssicherung, in der finanziellen Unabhängigkeit, aber auch in der freien Zeit, die wir alle einfach brauchen. Besonders alleinerziehende Frauen stehen zwischen Baum und Borke“, so Allmendinger.

Die Soziologin bemängelte, dass wichtige Diskussionen, etwa um partnerschaftliche Arbeitsmodelle, die Quote für Vorstände oder die Korrektur des Ehegattensplittings, nicht mehr geführt würden. „Gleichzeitig lassen wir die kommenden Generationen außen vor.“

05.05.2020 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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