newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Werner Schulz
© Heinrich Böll Stiftung / CC BY-SA 2.0

Thüringen Widerstand gegen Rot-Rot-Grün wächst

Die Linke habe niemals mit der SED gebrochen.

Berlin – Politiker von SPD und Bündnis 90/Die Grünen begehren gegen Rot-Rot-Grün in Thüringen auf. „Die SPD hat immer für die Freiheit gestanden. Das hat sie bislang von den SED-Nachfolgern unterschieden“, sagte Gunter Weißgerber, ehemaliger SPD-Abgeordneter im Bundestag und sozialdemokratischer Redner bei den Leipziger Montagsdemonstrationen, dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Eine Koalition aus Rot und Rot würde diesen Unterschied verwischen. „Die Unterstützung eines linken Ministerpräsidenten wäre politischer Selbstmord“, so Weißgerber.

Auch Grüne mit Bürgerrechtsvergangenheit sind entsetzt. Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler und Grünen-Vordenker Werner Schulz (Foto) sagte „Focus“: „Ausgerechnet die Bündnisgrünen tragen zur schleichenden Rehabilitierung der SED-Nachfolger bei. Mit der Linken werden wir einer Partei Verantwortung für die Zukunft übergeben, die nie Verantwortung für die Vergangenheit übernommen hat.“ Ihr Eingeständnis, dass die DDR ein Unrechtsstaat war, sei lediglich „ein Lippenbekenntnis“, betonte Schulz.

Auch die ehemalige sächsische Spitzen-Grüne Antje Hermenau kritisierte: „Innerhalb der Grünen ist das der Sieg der 68er über die 89er, sie setzen das freiheitlich-bürgerliche Erbe von Bündnis 90 aufs Spiel.“

Der Historiker Hubertus Knabe warnte vor einer Verharmlosung der SED-Diktatur. „Es fehlt ein allgemein verbreitetes Bewusstsein, dass die DDR ein Unterdrückerstaat war“, sagte der Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. „Das Milieu der untergegangenen DDR ist nirgendwo sonst so konserviert worden wie in der Linkspartei.“

Die Linke habe niemals mit der SED gebrochen, geschweige denn sich zum Unrecht in der DDR bekannt. „Wenn die Linkspartei jetzt in eine Staatskanzlei einzieht, triumphieren die alten SED-Kader.“ Für die Opfer des SED-Staats sei eine linke Regierungsbeteiligung jedes Mal eine gewaltige Belastung, betonte Knabe.

25.10.2014 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

SPD Bas plädiert für Strategiewechsel der Impfkampagne

Bärbel Bas, die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD, plädiert für einen Strategiewechsel in der Impfkampagne. Im ARD-Mittagsmagazin sagte sie am Dienstag: "Es braucht eine andere Kampagne, es braucht aufsuchende Angebote". In ihrer Stadt, in Duisburg, fahre ...

Trendbarometer Union sinkt auf 23% – SPD steigt auf 19%

Starke Bewegungen zeigt das RTL/ntv-Trendbarometer in dieser Woche bei den Parteiwerten: Gegenüber der Vorwoche fällt die Union um drei Prozentpunkte auf 23 Prozent. Die SPD gewinnt drei Prozentpunkte und erreicht mit 19 Prozent den besten Wert seit April 2018. Die ...

Scholz Corona-Tests „ab Herbst“ kostenpflichtig

Coronavirus Schäuble drängt Stiko zu Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren

Ernst Impfen um Schulen offen zu lassen

Schäuble Corona-Einschränkungen bald nur noch für Nichtgeimpfte

Kanzlerpräferenz Laschet verliert 6 Prozentpunkte

Trendbarometer CDU/CSU fällt auf 26 Prozent – Grüne wieder über 20 Prozent

Zentralrat Nur Abgrenzung von AfD ermöglicht jüdisches Leben

SPD-Rechtsexperte Einschränkungen für Nicht-Geimpfte höchst bedenklich

SPD-Pflegebeauftragte Einrichtungen auf Katastrophenschutz überprüfen

SPD-Sportpolitikerin Olympische Spiele nicht verantwortbar und nicht fair

CDU Brok fordert Wohncontainer für Flutopfer

Grüne Hofreiter attackiert Union wegen Klimaschutz-Streit

Steigende Inzidenzen Lauterbach wirft Bundesregierung Untätigkeit vor

Kühnert Ampel-Koalition möglich

Nach Flut-Katastrophe Grüne fordern Reform der Schuldenbremse

Bundeswehr Middelberg und Mazyek fordern muslimische Seelsorger

Unwetter-Katastrophen NRW-Innenminister Reul fordert Sirenen-Pflicht

Flutkatastrophe Union warnt vor voreiligen Schuldzuweisungen

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »