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17.03.2015

Ukraine-Konflikt Unions-Politiker für Boykott der Fußball-WM in Russland

„Bis dahin muss die Krise in der Ukraine endgültig beendet sein.“

Berlin – Die Forderung des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko nach einem Boykott der für 2018 geplanten Fußball-Weltmeisterschaft in Russland erfährt große Unterstützung durch Unions-Politiker.

„Solange russische Soldaten völkerrechtswidrig in der Ukraine Zivilisten ermorden, kann es keine Fußball-Weltmeisterschaft in Russland geben“, sagte Frank Steffel, CDU-Obmann im Sportausschuss des Bundestages, der „Bild“.

„Wenn Putin seine Aggressionen nicht beendet, wird es keine WM in Russland geben. Es liegt alleine an der russischen Führung, ob die WM in Russland stattfindet oder nicht. Es wird keinen Boykott der Demokraten geben, sondern eine Verlegung der WM. Dann wird höchstens Russland die WM boykottieren. Die Fifa ist gefordert und nicht die nationalen Fußballverbände.“

Hessens Sport- und Innenminister Peter Beuth sagte der Zeitung: „Ich bleibe bei meiner Haltung, die ich schon letztes Jahr im Sommer geäußert habe: Bei der Rolle, die Russland und Präsident Putin im Ukraine-Konflikt spielen, ist ein weiteres großes Sportereignis wie die WM 2018 in Russland unvorstellbar.“

Bayerns Sport- und Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ist für einen Boykott, wenn die Lage eskaliert: „Die Frage eines Boykotts der WM 2018 muss vor dem Hintergrund der weiteren politischen Entwicklung in den kommenden Jahren beurteilt werden. Zwar sollten wir einen Boykott nicht ausschließen, aber jetzt auch nicht zusätzlich Öl ins Feuer der ohnehin schwierigen und angespannten politischen Situation gießen. Ein Boykott muss dann überlegt werden, wenn Russland weiterhin und dauerhaft Völkerrecht verletzt und Putin seine Aggressionen gegen die Ukraine nicht beendet. Russland sollte alles dafür tun, dass im Sommer 2018 die Fußball-WM entspannt gefeiert werden kann. Bis dahin muss die Krise in der Ukraine endgültig beendet sein.“

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