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U-Bahnschläger muss ins Gefängnis

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04.04.2012

Berlin U-Bahnschläger muss ins Gefängnis

Bundesgerichtshof lehnt Revision des Berliners ab.

Berlin – Nach seinem brutalen Angriff auf einen 29-Jährigen muss der als U-Bahn-Schläger bekannt gewordene Torben P. seine Haftstrafe antreten. Der Bundesgerichtshof wies die Revision gegen das Urteil des Berliner Landgerichts vom September 2011 zurück, wie ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft am Mittwoch auf Anfrage sagte. Damit sei das Urteil rechtskräftig, fügte er hinzu.

Torben P. war wegen eines brutalen Angriffs auf einen Mann auf dem Berliner U-Bahnhof Friedrichstraße zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Berlin hatte den damals 18-Jährigen des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung schuldig gesprochen. Bisher war Torben P. auf freiem Fuß. Mit der Revision hatte die Verteidigung ein milderes Urteil erreichen wollen.

Der Angeklagte hatte am Karsamstag des vergangenen Jahres auf dem Bahnsteig sein Opfer nach einem Streit mit einer Flasche niedergeschlagen und war ihm danach mehrfach mit großer Wucht auf den Kopf getreten. Mit dem Urteil blieb das Berliner Gericht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die eine Jugendstrafe von vier Jahren verlangt hatte. Die Verteidigung plädierte damals auf eine Bewährungsstrafe.

In der Urteilsbegründung des Gerichts hieß es, dass Torben P. erkannt habe, dass seine Tritte tödliche Verletzungen hervorrufen könnten. Das Schicksal des Opfers sei ihm aber egal gewesen. Die Tat sei eine „extreme Gewalttat“ gewesen. Es sei lediglich dem Zufall zu verdanken, dass der damals 29-Jährige nur geringe Verletzungen erlitt. Die Tritte gegen den Kopf seien hochgefährlich gewesen, hieß es weiter.

Zugleich hielt das Gericht den Angeklagten wegen seiner erheblichen Alkoholisierung für vermindert schuldfähig. Der Gewaltakt sei eine „fürchterliche Entgleisung“.

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