newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

Google-Zentrale in Kalifornien
© über dts Nachrichtenagentur

Corona-Krise Start-ups fordern Solidarität von Google

„Das Verhalten von Google ist moralisch, aber auch ökonomisch fahrlässig.“

Berlin – Acht deutsche Reise-Start-ups fordern von Google, wegen der Coronakrise Rechnungen für Online-Werbung zu stunden oder zu reduzieren.

„Wir rufen Google auf, Führungsstärke und Solidarität zu zeigen, die nötig sind, um uns durch diese schwierige Zeit zu bringen“, heißt es in einem gemeinsamen Brief der Unternehmen, über den das „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe) berichtet. Die Unternehmen argumentieren damit, dass sie Buchungen ihrer Endkunden stornierten, die über Google-Werbung zustande gekommen seien. Die Unternehmen schlagen in dem Schreiben vor, dass alle Unternehmen, die staatliche Hilfsgelder bekommen, ihre Zahlungen stunden könnten.

„Solange Google keine größere Flexibilität beweist, werden viele Werbepartner gezwungen sein, Staatskredite zu nutzen, um ihre Schulden zu zahlen. Dringend benötigtes Geld wird in Googles Kassen fließen auf dem Rücken der Steuerzahler in Deutschland und weltweit“, heißt es in dem Brief weiter. Das Schreiben sei über den Bundesverband Deutsche Start-ups an Google übermittelt worden, berichtet die Zeitung.

Die deutschen Unternehmen finden dabei auch Unterstützung in der Politik: „Eines der profitabelsten Unternehmen der Welt sollte sich ebenso solidarisch verhalten wie die anderen Unternehmen auch“, sagte der Beauftragte des Bundeswirtschaftsministeriums für die Digitale Wirtschaft und Start-ups, Thomas Jarzombek (CDU), dem „Handelsblatt“. Seine Sorge sei, dass dann eher denen geholfen werde, „die in keinem Konkurrenzverhältnis zu Google stehen. Google darf die Hilfe nicht nach Gutsherrenart verteilen“, so der CDU-Politiker weiter.

Der Start-up-Beauftragte der Grünen-Bundestagsfraktion, Danyal Bayaz, kritisierte den Suchmaschinenbetreiber scharf: „Das Verhalten von Google ist moralisch, aber auch ökonomisch fahrlässig“, sagte Bayaz dem „Handelsblatt“. Der Internetkonzern müsse ein eigenes Interesse am Überleben seiner Kunden haben.

„Es sollte juristisch geprüft werden: Haben wir es mit dem Wegfall der Geschäftsgrundlage durch die Pandemie zu tun? Dann müsste Google die Umsätze zurückerstatten“, so der Grünen-Politiker.

01.05.2020 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

Weitere Meldungen

Tagesschau-Sprecher Facebook braucht einen Chefredakteur

Constantin Schreiber (42), Sprecher der ARD-Tagesschau und Buchautor, fordert, dass die Verantwortlichen sozialer Netzwerke mehr als bisher ihre publizistische Verantwortung reflektieren und sich entsprechend neu aufstellen. ...

Umfrage Große Unwissenheit im Umgang mit Cloud-Anwendungen

Zoom, WeTransfer, Office 365 - ohne Cloud-Anwendungen ist die Computernutzung für viele kaum noch vorstellbar. Einfache Bedienbarkeit, die Nutzung der eigenen Daten auf unterschiedlichen Endgeräten und eine immer aktuelle Software sind Vorteile, die für ...

Statistisches Bundesamt 3,3 Millionen Menschen nutzten 2020 smarte Haushaltsgeräte

SEO Welche Rankingfaktoren gelten 2021?

Neue Whatsapp-Richtlinie Datenschutzbehörde prüft Dringlichkeitsverfahren

gesund.bund.de Bund der Steuerzahler irritiert über Spahns Gesundheitsportal

Umfrage Jeder Zweite recherchiert Krankheitssymptome im Netz

Umfrage Akzeptanz von Video-Sprechstunden bei Älteren steigt

Urteil EuGH beschränkt Datenauskunft bei illegalen Film-Uploads

Schul-Cloud gehackt 450 Schulen setzen Übertragung von Nutzerdaten aus

Bericht Kriminelle kopierten komplette NRW-Ministeriumswebseite

Bericht Krankenhäuser geraten verstärkt in den Fokus krimineller Hacker

Corona-Krise Digitalbranche erwartet drastische Umsatzeinbußen

Bitkom Datennetze verkraften Homeoffice gut

Coronavirus Internetwirtschaft will mit Kampagne für Warn-App werben

Corona-Krise Bischofskonferenz will Oster-Messen streamen

Netzwerkdurchsetzungsgesetz Richterbund begrüßt Kabinettsbeschluss zum NetzDG

Corona-Krise Bitkom dringt auf digitale Weiterbildung

Umfrage Zuspruch für Online-Sprechstunden deutlich gestiegen

VZBV Verbraucherschützer warnen vor Corona-Betrügern im Internet

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »