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03.03.2015

Infektionen SPD für Zwangs-Screenings auf Krankenhauskeime

„Wir wollen ein Screening aller Patienten vor der Aufnahme ins Krankenhaus.“

Berlin – Mit verschärften Meldepflichten und einem Zwangs-Screening aller Patienten will die SPD dem wachsenden Problem von Krankenhausinfektionen mit resistenten Keimen zu Leibe rücken. Einen entsprechenden Beschluss fasste am Dienstag die Arbeitsgruppe Gesundheit der SPD-Bundestagsfraktion, berichtet das „Handelsblatt“ (Mittwochsausgabe).

„Wir wollen ein Screening aller Patienten vor der Aufnahme ins Krankenhaus. Damit verhindern wir, dass immer wieder neue Keime in die Krankenhäuser gebracht werden“, begründete die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD, Hilde Mattheis den Vorstoß.

In Deutschland sterben nach offiziellen Schätzungen bis zu 15.000 Menschen jährlich im Krankenhaus an multiresistenten Erregern.

„Wir diskutieren aktuell eine Impfpflicht für Masern, aber in unseren Krankenhäusern schauen wir zu, wie immer wieder aufs Neue resistente Keime eingeschleppt werden“, sagte dazu Marina Kermer, in der SPD-Fraktion zuständig für den Klinikbereich.

Verpflichtende präventive Eingangsscreenings und verbesserte Meldepflichten könnten einerseits helfen, Patienten viel Leid zu ersparen, betonte Mattheis. „Das wird sich aber auch für Krankenhäuser lohnen, wenn sie mit guter Qualität bei Hygiene überzeugen.“ Dort verursacht jede dieser Infektion nach einer Studie des IGES-Instituts im Durchschnitt Behandlungskosten von 10.000 Euro.

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