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Angela Merkel

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27.08.2017

SPD Schulz wirft Merkel Abgehobenheit vor

Schulz nimmt ausdrücklich in Kauf, dass ihn weniger Deutsch-Türken wählen.

Berlin – SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat den Ton im Wahlkampf verschärft: Immer mehr Menschen merkten, wie „abgehoben“ Bundeskanzlerin Angela Merkel sei, sagte Schulz im ARD-„Sommerinterview“. „Sie benutzt die Infrastruktur des Bundes für einen Spottpreis, um zu ihren Wahlkampfauftritten zu fliegen“, kritisierte er.

Auf Provokationen des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan reagiere Merkel zu zögerlich, so der SPD-Chef weiter. „Wie lange wollen wir tatenlos zusehen, dass Herr Erdogan uns an der Nase herumführt?“, so Schulz mit Blick auf den Journalisten Deniz Yücel und andere in der Türkei inhaftierte Deutsche.

„Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo man sagen muss: Entweder es werden jetzt rechtsstaatliche Normen akzeptiert und diese Leute auf freien Fuß gesetzt oder aber wir müssen das, was die Türkei mit Deutschland macht, schon auch als einen Akt betrachten, der ein Bruch aller internationalen Regeln ist.“

Schulz nimmt ausdrücklich in Kauf, dass ihn weniger Deutsch-Türken wegen seines harten Kurses wählen. „Aber dann kann ich nicht deshalb – aus diesen taktischen Erwägungen – mein Prinzip aufgeben.“ Die Kanzlerin warf Schulz in diesem Zusammenhang vor, taktisch zu handeln. „Das prägt doch die deutsche Innenpolitik in extremer Weise. Gerade auch Frau Merkel verhält sich da so. Alles wird immer nur taktisch bewertet.“

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