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26.10.2014

Bundeswehr Rüstungsprojekt Puma braucht 666 Millionen Euro zusätzlich

Neuer Schützenpanzer nur bedingt einsatztauglich.

Berlin – Der neue Schützenpanzer Puma benötigt zusätzlich 666 Millionen Euro. Das geht aus einem Schreiben von Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter an den Haushaltsausschuss des Bundestags vom 23. September hervor, das „Bild am Sonntag“ vorliegt.

Damit wird die erwartete Kostensteigerung für das Rüstungsvorhaben erstmals exakt beziffert. Mit 169 Millionen Euro zusätzlich schlage allein die Ausrüstung des Puma mit dem Lenkflugkörpersystem Mells gegen Panzerfahrzeuge zu Buche, hieß es in einem Sachstandsbericht des Verteidigungsministeriums.

Die Bundeswehr hatte 350 Puma bestellt, die den Schützenpanzer Marder ersetzen sollen. Die Gesamtkosten summieren sich laut Experten nunmehr auf rund 3,7 Milliarden Euro.

Das Vorzeigeprojekt der Rüstungsfirmen „Krauss Maffei Wegmann“ und „Rheinmetall“ ist wegen gravierender technischer Probleme mehrere Jahre im Verzug. So kann der Puma nach Hersteller-Angaben mit dem Mells-System zwei Jahre verspätet erst ab 2018 ausgestattet werden.

Der Grünen-Politiker Tobias Lindner, Mitglied des Bundestags-Verteidigungsausschusses, sagte „Bild am Sonntag“: „Die Bundeswehr erhält also einen Schützenpanzer, der nicht nur bedingt einsatztauglich ist, sondern auch nur unter erschwerten Bedingungen überhaupt in Einsätze transportiert werden kann.“

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