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24.02.2013

Zusatzvorsorge „Pflege-Bahr“ kämpft mit Startschwierigkeiten

„Die Pflegevorsorge ist ein langfristiges Projekt.“

Berlin – Die staatlich geförderte private Pflegezusatzversicherung läuft offenbar nur schleppend an. Die Versicherungsunternehmen zählten im Januar nur wenige Abschlüsse für den neuen Pflege-Bahr, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Demnach verkaufte die Signal Iduna im ersten Monat des Jahres 2.000 Policen, die Barmenia-Versicherung meldete 1.400 Verträge, die HUK Coburg 600. Branchenweit blieb die Zahl der Abschlüsse im Januar unter 10.000.

Für die staatliche Förderung der kapitalgedeckten Zusatzvorsorge hatte die Bundesregierung 100 Millionen Euro für 2013 bereitgestellt. Nach Schätzungen des Gesundheitsministeriums entspräche das der Summe von 1,7 Millionen Abschlüssen in diesem Jahr.

„Die Pflegevorsorge ist ein langfristiges Projekt“, räumte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr ein. „Auch bei der Riester-Rente dauerte es einige Zeit, bis die heutigen Zahlen erreicht wurden“, sagte er dem „Spiegel“.

Doch bislang zeigten sich die Versicherungsunternehmen zurückhaltend. Pünktlich zu Jahresbeginn waren lediglich sieben Anbieter auf dem Markt, bis heute bieten nur ein Dutzend Assekuranzen die neue Leistung an. Nach Angaben aus Branchenkreisen sollen es bis zur Jahresmitte etwa 20 werden. Das entspricht allerdings nur knapp der Hälfte aller 43 privaten Krankenversicherungsunternehmen.

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