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Griechisches Parlament

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17.02.2015

Nach Scheitern der Gespräche Ökonomen rechnen mit raschen Euro-Aus Griechenlands

„Dann gibt es einen Knall, und man muss aufwachen.“

Berlin – Nach dem Scheitern der Gespräche zwischen den Finanzministern der Eurogruppe und der griechischen Regierung erwartet der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, einen baldigen Euro-Austritt Griechenlands.

Der „Bild“ (Dienstag) sagte Sinn: „Irgendwann wird die Spannung zwischen den Träumen der Politiker und der ökonomischen Realität halt zu hoch. Dann gibt es einen Knall, und man muss aufwachen.“ Die griechische Regierung und die Bundesregierung seien bereits aufgewacht. „Nun müssen nur noch Brüssel, Paris und Frankfurt folgen“, sagte Sinn weiter.

Der Konjunktur-Chef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Stefan Kooths, sieht für Griechenland unter der Regierung des neuen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras ebenfalls keine Möglichkeit für einen Verbleib in der Eurozone. „Wenn die jetzige Regierung ihre Politik durchziehen will, geht das nur ohne den Euro“, sagte Kooths gegenüber „Bild“. „Die Griechen gehen voll auf Konfrontation und spielen mit dem Überleben ihres Bankensystems.“ Mit dem Scheitern der Gespräche in Brüssel sei „das Euro-Aus Griechenlands viel wahrscheinlicher geworden“.

Ähnlich äußerte sich Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. „Griechenland hat es jetzt in der Hand, ob es in eine Staatspleite schlittert und aus der Währungsunion fliegt“, sagte Krämer gegenüber „Bild“.

Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-Diba, sieht in Reformbereitschaft die einzige Alternative der griechischen Regierung zum Euro-Austritt: „Entweder die Griechen knicken jetzt ein oder der schleichende Grexit kommt näher.“

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