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Franz Müntefering

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13.08.2013

Bundestagswahl Müntefering rechnet nicht mit Großer Koalition

„Es gibt keine Zwangsläufigkeit.“

Berlin – Der ehemalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat eine Große Koalition nach der Bundestagswahl als unwahrscheinlich bezeichnet.

In einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“, die am Mittwoch erscheinen wird, widersprach Müntefering zwar der Einschätzung, wonach seine Partei nur geschwächt auf einer Neuauflage der schwarz-roten Koalition gehen könne: „Aus der Großen Koalition 1966-69 ist die SPD gestärkt, aus der jüngsten geschwächt hervorgegangen. Es gibt keine Zwangsläufigkeit“, betonte Müntefering.

Zugleich räumte er aber ein: „Es wäre aber wahrscheinlich, dass sich bei entsprechendem Ergebnis in der SPD die Meinung durchsetzen könnte, dass man sich nicht in eine Große Koalition hinein bewegen darf.“

Auf die Frage, ob es eine Situation gäbe, in der die Volkspartei SPD die Partei vor das Land stellen würde, entgegnete Müntefering: „Wie hält man das auseinander? Was heißt das: gut für die Partei? Das nächste Wahlergebnis?“ Das greife viel zu kurz.

Trotz der Niederlagen 2005 und 2009 werde in den Geschichtsbüchern stehen: Die SPD habe mit der Agenda dafür gesorgt, dass Deutschland besser durch die Krisen dieser Jahre gekommen sei. „Was gut ist für das Land, ist am Ende gut für die Partei“, sagte Müntefering.

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