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Heiko Maas

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09.11.2014

Reform des Sexualstrafrechts Missbrauchsopfer werfen Justizminister Maas Wortbruch vor

Gesetzesnovelle „eine Farce“.

Berlin – Aus Anlass der Reform des Sexualstrafrechts haben Opfer von Kindesmissbrauch Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) Wortbruch vorgeworfen.

In einem Brief an Maas, aus dem das Nachrichtenmagazin „Focus“ zitiert, bezeichnete der Chef des Opfervereins NetzwerkB, Norbert Denef, die Gesetzesnovelle als „eine Farce“. Die Verjährungsfristen für sexuellen Missbrauch müssten „komplett aufgehoben werden, und zwar auch rückwirkend“.

Der Gesetzentwurf, der am Donnerstag den Bundestag passieren soll, sieht lediglich eine Anhebung der Verjährungsfristen vor. Noch 2010 hatte Maas zum Thema Kindesmissbrauch erklärt, es dürfe nicht sein, „dass ein solches widerliches und grausames Verbrechen verjährt“.

Denef war 2005 als erstes Missbrauchsopfer von der katholischen Kirche entschädigt worden. Der 65-Jährige fordert die Einrichtung einer Wahrheitskommission, um auch verjährte Fälle von Missbrauch aufzuklären.

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