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Festnahme mit Handschellen

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06.05.2015

Kriminalstatistik Mehr als sechs Millionen Straftaten in 2014

Vor allem die Zahl der Wohnungseinbrüche nahm unverändert stark zu.

Berlin – Die amtlich registrierte Kriminalität in Deutschland nimmt weiter zu und steigt mit mehr als sechs Millionen Straftaten im Jahr 2014 auf den höchsten Stand seit Jahren. Das berichtet „Bild“ (Mittwoch) unter Berufung auf die noch unveröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik 2014 (PKS).

Demnach stieg die Zahl der Straftaten insgesamt im vergangenen Jahr auf 6.082.064 Fälle. Das war ein Plus von zwei Prozentpunkten oder 120.402 Fällen im Vergleich zu 2013. Damals lag die Gesamtzahl der Straftaten noch bei 5.961.662 Fällen.

Die Aufklärungsquote hat sich im Vergleich zum relativ starken Anstieg der Straftaten nur geringfügig verbessert: Insgesamt 3.336.398 Fälle oder 54,9 Prozent konnten im vergangenen Jahr von der Polizei aufgeklärt werden (2013: 3.249.336 Fälle oder 54,5 Prozent).

Wie „Bild“ weiter schreibt, nahmen vor allem jene Straftaten zu, die das Sicherheitsgefühl der Bürger direkt beeinflussen. So wuchs die Straßenkriminalität im vergangenen Jahr auf insgesamt 1.342.905 Fälle. Sie stieg damit um 2,5 Prozentpunkte (2013: 1.309.807 Fälle). Die Diebstahlskriminalität erhöhte sich laut „Bild“ im vergangenen Jahr auf 2.440.060 Fälle (plus 2,4 Prozentpunkte, 57.317 Fälle). Nur ein Viertel (27,0 Prozent) der Fälle wurde dabei aufgeklärt (2013: 27,5 Prozent Aufklärungsquote).

Vor allem die Zahl der Wohnungseinbrüche nahm unverändert stark zu. Insgesamt 152.123 mal drangen Einbrecher 2014 in Wohnungen ein (2013: 149.500 Fälle). Nur ein Sechstel der Fälle (15,9 Prozent) wurde aufgeklärt (2013: 15,5 Prozent).

Auch Betrüger waren 2014 verstärkt am Werke. Bei Betrugsdelikten stieg die Fallzahl auf 968.866 Straftaten (2013: 937.891 Fälle). Es war ein Anstieg um 3,3 Prozentpunkte oder 30.975 Fälle. Immerhin 76,8 Prozent aller Betrugsfälle konnten im vergangenen Jahr aber aufgeklärt werden (2013; 76,2 Prozent).

Auch die Zahl der Drogendelikte nahm weiter zu: Die Ermittler zählten im vergangenen Jahr 276.734 Rauschgiftdelikte. Das war ein Anstieg um 9,2 Prozentpunkte im Vergleich zu 2013 (2013: 253.525 Fälle).

Neben den Straftaten insgesamt stieg auch die Zahl der Tatverdächtigen in Deutschland 2014 stark an: Insgesamt gab es 2014 genau 2.149.504 Tatverdächtige. Das waren 55.344 mehr als noch im Vorjahr (2013: 2.094.160 Verdächtige). Der Anstieg beträgt 2,6 Prozentpunkte.

Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen, also der Täter ohne deutschen Pass, wuchs besonders an. Ihr Anteil lag 2014 mit 617.392 Personen bei knapp einem Drittel (28,7 Prozent) aller Tatverdächtigen (2013: 538.449 Personen oder 25,7 Prozent). Das entspricht einem Anstieg um 14,7 Prozentpunkte (78.943 nichtdeutsche Tatverdächtige).

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