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Bernd Lucke

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13.07.2015

Bericht Lucke zur Gründung einer neuen Partei bereit

„Wir gehen jetzt voll in eine Transferunion hinein.“

Berlin – Der abgewählte Chef der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, hat sich für die Gründung einer neuen Partei ausgesprochen.

„Die Einigung mit Griechenland zeigt, dass man eine eurokritische Partei in Deutschland braucht“, sagte Lucke dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). In der Griechenland-Politik der Bundesregierung sei „keine Linie“ erkennbar. „Wir gehen jetzt voll in eine Transferunion hinein.“ Es sei daher eine Partei nötig, „die das kritisch begleitet“.

Lucke sprach von „sehr intensiven Vorbereitungen“ für die Parteineugründung, über die am kommenden Wochenende bei einem Treffen der Länderkoordinatoren seines Vereins „Weckruf 2015“ abschließend entschieden werden soll. „Ich wäre sicherlich dabei“, fügte Lucke mit Blick auf seine Rolle in der neuen Partei hinzu.

Der frühere AfD-Politiker und EU-Parlamentarier Hans-Olaf Henkel unterstützt nicht nur die Vorbereitung einer Parteigründung. „Ich sehe sogar große Chancen für eine neue Partei“, sagte Henkel dem „Handelsblatt“. „Der schleichende Linkskurs der CDU/CSU einerseits und das plötzliche Abbiegen nach Rechtsaußen der AfD andererseits haben eine große Lücke für konservativ-liberale Wähler und Wählerinnen entstehen lassen.“

Hinzu kämen aktuell immer drängendere Fragen aus der Bevölkerung zur angeblich alternativlosen Euro-Rettungspolitik der Bundesregierung, „auf die niemand bessere Antworten hätte als eine Partei um Bernd Lucke und seine liberal-konservativen Mitstreiter“.

Wie Henkel weiter sagte, würden sich in einer neuen Partei sowohl die inzwischen der AfD abhanden gekommenen Wirtschaftsfachleute als auch die moderaten Konservativen wiederfinden, die mit dem neuen Pegida-Kurs der Partei nichts am Hut hätten.

„Nur mit der Gründung einer neuen Partei wäre das Engagement Tausender Ex-AfDler nicht umsonst gewesen“, so Henkel. „Mit der gewonnenen Erfahrung hätten wir nicht nur einen fliegenden Start. Wir hätten genug Zeit, um bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz im März 2016 erfolgreich zu sein, vorausgesetzt wir lernen aus den Fehlern, die wir beim Aufbau der AfD gemacht haben.“

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