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Gerd Müller

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01.05.2015

"Grüne Innovationszentren" Kritik an Agrarprojekten von Entwicklungsminister Müller

Diese Politik verschärfe „die ländliche Armut“.

Berlin – Zweifelhafte Landwirtschaftsprojekte des Entwicklungsministers Gerd Müller (CSU) sorgen für Kritik. Mit sogenannten „Grünen Innovationszentren“ will Müller künftig in 13 Staaten Landwirte unterstützen, berichtet das Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Dafür nimmt er deutsche Agrarunternehmen mit ins Ausland, die dort Bauern über Hochleistungsprodukte wie Landmaschinen, Saatgut und Düngemittel informieren sollen.

„Die Zentren werden die Abhängigkeit der Bauern von internationalen Konzernen fördern“, sagte der entwicklungspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Uwe Kekeritz, dem „Spiegel“.

Mit dem Programm setze Müller auf Großproduzenten. Diese Politik verschärfe jedoch „die ländliche Armut“, kritisierte die Welthungerhilfe in Äthiopien.

Müller hatte das Konzept für Agrartrainings während seiner Zeit als Parlamentarischer Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium entwickelt. Damals war er dort für Exportförderung verantwortlich. Für sein neues Projekt hat er die Mittel für solche öffentlich-privaten Partnerschaften im Entwicklungsministerium verneunfacht, auf rund einhundert Millionen Euro.

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