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Tilman Kuban

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11.10.2019

CDU JU-Chef will von nächstem Kanzler „klare Botschaften“

„Deutschland erlebt dann nach 16 Jahren einen Neustart im Kanzleramt.“

Berlin – Der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban (CDU), fordert von dem nächsten Kanzler die Bereitschaft, „selbst aktiv Themen zu setzen, Diskussionen zu lenken und auch bei Gegenwind weiter Kurs“ zu halten.

„Wir brauchen eine Persönlichkeit an der Spitze, die Zusammenhalt vermittelt und Orientierung gibt. Die Extremen auf allen Seiten mögen laut sein, klug sind sie nicht. Die Mitte der Gesellschaft, diejenigen, die jeden Tag aufstehen und arbeiten gehen, die unser Land zusammenhalten, sie verdienen klare Ziele, klare Botschaften und eine klare Haltung“, schreibt Kuban in einem Gastbeitrag für die „Bild-Zeitung“ (Freitagsausgabe).

Spätestens 2021 werde die Regierungszeit von Angela Merkel (CDU) als Bundeskanzlerin beendet sein. „Deutschland erlebt dann nach 16 Jahren einen Neustart im Kanzleramt. Die chaotischen Zustände in der SPD zeigen, dass eine Bundestagswahl schneller kommen kann, als so mancher glaubt.

Klar ist: Politik wird von Köpfen gemacht und mit Köpfen verbunden“, schreibt der JU-Chef weiter. Zudem habe Deutschland die „historische Aufgabe und Verpflichtung“ Europa voranzubringen.

„Egal ob die Westbindung unter Adenauer, die europäische Einigung unter Kohl oder die Führung in Krisenzeiten, wie sie Merkel gezeigt hat – ein deutscher Kanzler ist immer auch eine Leitfigur für Europa und die Welt. Dabei ist es unerlässlich, Brücken zu bauen – von Ost nach West, von Nord nach Süd und vom kleinen Malta bis zum großen Frankreich. Aber diese Brücken kann nur bauen, wer selbst einen festen Standpunkt, eine klare Idee für Europa hat“, schreibt der CDU-Politiker.

Nur so könnten die Europäer „im Konzert der Großen mit den USA und China“ mitspielen. Hierfür brauche ein Regierungschef „vor allem Gespür und diplomatisches Geschick. Nur wer für seine Idee und für die Zukunft Deutschlands brennt, wird auch die Menschen davon begeistern können“, schreibt Kuban in dem Gastbeitrag für die „Bild-Zeitung“.

Der Blick zurück oder „das Ausruhen auf dem Status quo“ reiche nicht mehr. Denn der derzeitige Wohlstand mit Rekordbeschäftigung sei „nicht Gott gegeben“ und stehe auf dem Spiel.

„Eine Leitfigur braucht eine klare Agenda und muss Deutschland Lust auf Zukunft machen. Wir brauchen eine Rentenreform, die den Einzelnen mit seiner Leistungsfähigkeit in den Mittelpunkt stellt und alle Generationen im Blick hat“, so der JU-Chef weiter. Man brauche eine Verwaltungsreform, die Deutschland in die digitale Welt führe und einen „schnellen und effizienten Staat“ schaffe, der für „weniger Bürokratie und schnellere Entscheidungen“ sorge.

„Und wir brauchen eine Innovationsagenda, die Lust auf Forschung, neue Geschäftsmodelle und auf neue Formen der Aus- und Weiterbildung macht. Deutschland muss Taktgeber in der Welt bleiben. Es liegt an uns, die Erfolgsgeschichte Deutschlands weiterzuerzählen, sie fängt mit klugen Köpfen und harter Arbeit gerade erst wieder neu an“, schreibt Kuban in dem Gastbeitrag für die „Bild-Zeitung“.

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