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Grüne auf Stimmzettel

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15.05.2017

Nach NRW-Schlappe Heinold empfiehlt Grünen Annäherung an FDP

„Wer vor der Wahl nichts ausschließt, hat nach der Wahl alle Möglichkeiten.“

Berlin – Die Spitzenkandidatin der Grünen in Schleswig-Holstein, Monika Heinold, hat ihrer Partei eine Annäherung an die FDP empfohlen und die Absage an eine Jamaika-Koalition vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen für die Schlappe der Grünen mitverantwortlich gemacht.

„Wer vor der Wahl nichts ausschließt, hat nach der Wahl alle Möglichkeiten und nicht nur die, die scheinbar zwangsläufig sind“, sagte Heinold „Zeit Online“. In Schleswig-Holstein habe ihre Partei damit eine Woche zuvor Erfolg gehabt. Die Nord-Grünen hatten bei ihrer Landtagswahl 12,9 Prozent geholt, fast doppelt soviel wie die Grünen in NRW.

Heinold sprach sich bei der Suche nach einer Regierungskoalition in Kiel für eine strategische Annäherung an die FDP aus. „Ich bin dafür, dass Grüne und FDP den Schulterschluss wagen und definieren, wie eine gemeinsam von uns mitgestaltete Politik aussehen könnte. Und dann zu CDU und SPD gehen und prüfen, mit wem unsere Vorstellungen umsetzbar sind“, sagte sie. Das sei eine „große Chance“ für beide Parteien und könne auch ein Modell für den Bund sein.

Die Grünen-Politikerin lehnte es ab, jetzt über eine Auswechslung des Grünen-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl, Cem Özdemir, durch ihren bei der Parteiurwahl nur knapp unterlegenen Kieler Co-Spitzenkandidaten Robert Habeck zu diskutieren. „Wenn sie eine Mitgliederbefragung machen, können sie nicht hinterher das Ergebnis über den Haufen werfen“, sagte sie.

Wichtig sei aber, dass Özdemir und Katrin Göring-Eckardt als Spitzenduo eine deutliche Linie vorgäben, „die dann von der Partei unterstützt und durchgehalten wird. Wir brauchen klare Orientierung, wofür wir Grüne im Herbst antreten“, forderte Heinold.

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