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Gerda Hasselfeldt

© Henning Schacht / CC BY-SA 3.0 DE

02.11.2014

Debatte um linken Ministerpräsidenten Hasselfeldt äußert sich kritisch zu Rot-Rot-Grün in Thüringen

„Mir geht es genauso wie dem Bundespräsidenten.“

Berlin – Die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Gerda Hasselfeldt, hat sich wie Bundespräsident Joachim Gauck kritisch zur Bildung einer Landesregierung in Thüringen unter Führung eines Ministerpräsidenten von der Linkspartei geäußert.

„Mir geht es genauso wie dem Bundespräsidenten. Ich tue mich sehr schwer mit der Vorstellung, dass im 25. Jahr des Mauerfalls die SED-Erben in Thüringen demnächst den Ministerpräsidenten stellen könnten“, sagte Hasselfeldt der F.A.Z. (Montagsausgabe).

Gauck hatte im „Bericht aus Berlin“ zur sich anbahnenden Bildung einer rot-rot-grünen Regierung in Thüringen unter Führung der Linken gesagt: „Menschen, die die DDR erlebt haben und in meinem Alter sind, die müssen sich schon ganz schön anstrengen, um dies zu akzeptieren.“

Der Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten in Thüringen, Bodo Ramelow von der Linkspartei, wehrte sich gegen Gaucks Äußerungen: „Ich kommentiere den Bundespräsidenten nicht. Dass jedoch ein evangelischer Pfarrer vor einem Altar mit brennenden Kerzen mich als Mitchrist negiert, das berührt mich unangenehm“, sagte er der F.A.Z. „Ich stelle mich gerne allen kritischen Anfragen und streitbaren Diskussionen.“

Die Linken-Vorsitzende Katja Kipping griff Gauck dagegen scharf an. Er habe „effektiv in einer parteipolitischen Auseinandersetzung Partei ergriffen“, sagte sie der F.A.Z. Die Zustimmung zu seinen Äußerungen komme fast nur von den Gegnern von Rot-Rot-Grün. „Gauck hat polarisiert, wo von einem Präsidenten Signale der Versöhnung nötig wären.“

Egal, was er persönlich denke, als Staatsoberhaupt werde er mit einer Rot-Rot-Grünen Regierung, wie sie sich in Thüringen abzeichne, leben müssen. „Er hat sich in einer Weise geäußert, die unsere vier Millionen Wähler direkt beleidigt und indirekt an der demokratischen Gesinnung der Hälfte der Bürger im Osten zweifelt. Das muss er richtig stellen. So gehen Demokraten nicht miteinander um.“

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