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Gregor Gysi

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19.02.2014

Gewalteskalation Gysi fürchtet Spaltung der Ukraine

„Es ist wirklich höchst tragisch was dort passiert.“

Berlin – Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi, fürchtet angesichts der Gewalteskalation in der Hauptstadt Kiew eine Spaltung der Ukraine. „Es ist wirklich höchst tragisch was dort passiert, und zwar inzwischen ja auch auf beiden Seiten“, so Gysi im Interview mit dem „Deutschlandfunk“. „Es gibt eine Vielzahl ungelöster Probleme.“

Es seien bereits am Anfang große Fehler begangen worden. So habe Russlands Präsident Wladimir Putin von der Ukraine verlangt, sich zu Russland zu bekennen, während die Europäische Union ein Bekenntnis zum Westen verlangt habe. „Wir haben nie begriffen, dass die Ukraine eine Brücke sein muss zwischen der EU und Russland“, sagte der Linken-Politiker.

Angesichts der Spaltung in der ukrainischen Bevölkerung bräuchte man einen neutralen Vermittler. Sonst könnten die Probleme auch im Falle eines Regierungswechsels nicht gelöst werden. In die Lösung der Probleme müsse auch Moskau einbezogen werden. „Wir brauchen sehr viel Diplomatie und überhaupt keine Gewalt.“ Das gelte für beide Seiten. Eine Intervention und Sanktionen gegen die Ukraine lehnte Gysi ab.

Unterdessen geht die Gewalt in Kiew weiter. In der Nacht zum Mittwoch war der Unabhängigkeitsplatz von der Polizei gestürmt worden. Offiziellen Angaben zufolge kamen mindestens 25 Menschen ums Leben, rund 1.000 Menschen sollen verletzt worden sein. Mehrere Gebäude und das Hauptquartier der Demonstranten gerieten in Brand.

Ein nächtliches Krisentreffen zwischen Präsident Viktor Janukowitsch und führenden Oppositionspolitikern verlief ergebnislos. Janukowitsch warf der Opposition vor, die Grenzen überschritten zu haben. Oppositionspolitiker Vitali Klitschko forderte unterdessen den Westen zu Interventionen auf.

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