Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Wirtschaft - newsburger.de

Tabletten

© über dts Nachrichtenagentur

04.03.2015

Berechnungen Grippewelle kostet deutsche Wirtschaft 2,2 Milliarden Euro

Das Bruttoinlandsprodukt könnte um 0,3 Prozentpunkte zurückgehen.

Berlin – Die grassierende Grippewelle macht sich in Deutschland auch gesamtwirtschaftlich zusehends bemerkbar. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) könnte durch die Epidemie im ersten Quartal um 0,3 Prozentpunkte zurückgehen. Das geht aus Berechnungen des Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsinstituts (RWI) hervor, die der „Welt“ vorliegen.

Der Rückgang entspricht demnach einem volkswirtschaftlichen Schaden von etwa 2,2 Milliarden Euro. Damit liegt der erwartete Effekt zwar am oberen Ende dessen, was in „normalen“ Grippejahren mit etwa zwei bis zehn Millionen Krankmeldungen von Arbeitnehmern erwartet wird. Jedoch ist dieser angenommene wirtschaftliche Schaden immer noch weit von dem entfernt, was im Fall einer echten Pandemie drohen könnte.

„Die Influenza zählt zu den Krankheiten, die einen relativ großen wirtschaftlichen Effekt haben, weil sich viele Leute anstecken und sich viele Arbeitnehmer krankmelden. Es wird weniger konsumiert und produziert. All das belastet das BIP“, sagte Torsten Schmidt, Konjunkturexperte des RWI.

Den Berechnungen des Experten zufolge könnte eine flächendeckende Impfung der Bevölkerung diese Belastung deutlich senken, nämlich auf nur noch 0,12 Prozent des BIP oder 880 Millionen Euro. „Durch eine flächendeckende Impfung ließe sich also ein volkswirtschaftlicher Schaden von 1,32 Milliarden Euro vermeiden“, so Schmidt.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+ Xing

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/berlin-grippewelle-kostet-deutsche-wirtschaft-22-milliarden-euro-79665.html

Weitere Nachrichten

Blick über Rom

© über dts Nachrichtenagentur

Italien Regierung will Milliarden in Krisen-Banken pumpen

Die italienische Regierung will nun doch bis zu 17 Milliarden Euro in die beiden von der Pleite bedrohten Bankhäuser Veneto Banca und Popolare Vicenza ...

AKW Isar-I

© über dts Nachrichtenagentur

Atomausstieg Bundesregierung hat keinen Plan für Entschädigungen

Die Bundesregierung tappt bei der Höhe der Entschädigungszahlungen für die vier Atomkraftwerksbetreiber Eon, RWE, Vattenfall und EnBW, noch völlig im Dunkeln. ...

Lufthansa-Maschine

© über dts Nachrichtenagentur

Sicherheit Lufthansa sieht Computerverbot in Flugzeugen-Kabinen kritisch

Lufthansa-Chef Carsten Spohr sieht das diskutierte Laptopverbot an Bord von Flugzeugen kritisch. "Wir sind mit den deutschen, europäischen und US-Behörden ...

Weitere Schlagzeilen