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Küken neben Hühnereiern

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09.07.2015

Vereinbarung Geflügelwirtschaft will auf Schnabelkürzen verzichten

Verzicht bedeute für die Branche allerdings eine enorme Anstrengung.

Berlin – Die deutsche Geflügelwirtschaft will künftig auf das Schnabelkürzen verzichten. Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft, der Bundesverband Deutsches Ei sowie der Verband Deutscher Putenerzeuger unterzeichneten am Donnerstag eine entsprechende Vereinbarung mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Mit der Vereinbarung verpflichtet sich die Geflügelwirtschaft, ab dem 1. Januar 2017 in Deutschland auf die Einstallung von schnabelgekürzten Junghennen zu verzichten. Das bedeutet, dass den für diese Haltung vorgesehenen Legehennenküken ab dem 1. August 2016 die Schnäbel nicht mehr gekürzt werden.

Leo Graf von Drechsel, Präsident des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft, machte deutlich, dass der Verzicht auf das Schnabelkürzen für die Branche allerdings eine enorme Anstrengung bedeute – auch in finanzieller Hinsicht. Damit die Vereinbarung keinen Wettbewerbsnachteil für die deutschen Eiererzeuger nach sich ziehe, setze die Wirtschaft klar auf die Unterstützung der Politik: „Wir müssen dieses Thema auch auf europäischer Ebene voranbringen“, forderte er.

Günter Scheper, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsches Ei, erklärte, es bleibe „ein nicht zu unterschätzendes Restrisiko“, dass sich bei ungekürzten Schnäbeln ein Federpicken- oder Kannibalismusgeschehen entwickele. Umso wichtiger sei es, dass die Vereinbarung dem Halter im Zusammenspiel mit seinem Tierarzt für den Notfall konkrete Handlungsoptionen eröffne.

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