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20.10.2014

"Unverfroren" Französischer 50-Milliarden-Euro-Plan empört Union

Frankreich solle sich „mit guten Ratschlägen unbedingt zurückhalten“.

Berlin – Die Union hat empört auf die Forderung Frankreichs reagiert, Deutschland solle in den kommenden drei Jahren 50 Milliarden Euro investieren.

„Es ist unverfroren, dass Frankreich von Deutschland fordert, mehr Geld auszugeben“, sagte der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament, Herbert Reul, gegenüber „Spiegel Online“. „Wer sich nicht an die gemeinsamen Haushaltsregeln hält, also seine Hausaufgaben nicht macht, sollte sich mit guten Ratschlägen unbedingt zurückhalten.“

Auch Norbert Barthle, Chefhaushälter der Union im Bundestag, wies die Forderung aus Paris energisch zurück. „Wir erwarten von Frankreich lediglich das Einhalten der gemeinsam verabschiedeten Regeln. Wie Frankreich das macht, liegt in der Souveränität der Nation. Wie wir unseren Haushalt gestalten, liegt in unserer Souveränität.“

Die französischen Minister für Finanzen und Wirtschaft, Michel Sapin und Emmanuel Macron, hatten in einem Gespräch mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ gefordert, dass Deutschland in den kommenden drei Jahren seine Investitionen in gleichem Maße erhöhen solle, wie Frankreich Einsparungen vornimmt.

„50 Milliarden Euro Einsparungen bei uns und 50 Milliarden zusätzliche Investitionen bei Ihnen – das wäre ein gutes Gleichgewicht“, sagte Wirtschaftsminister Macron.

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