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Christoph Metzelder FC Schalke 04

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01.02.2015

Christoph Metzelder Managementkarriere durchaus vorstellbar

„Bis dahin treibe ich meine aktuellen Projekte weiter voran.“

Berlin – Ex-Fußball-Profi Christoph Metzelder plant eine Managementkarriere. „Ich kann mir gut vorstellen, irgendwann Manager oder Vorstand bei einem Profiklub zu werden“, sagte der 34-Jährige der „Welt am Sonntag“ (1. Februar 2015). Wenn ein entsprechender Ruf komme, werde er sich damit beschäftigen. „Bis dahin treibe ich meine aktuellen Projekte weiter voran.“

Derzeit ist Metzelder TV-Experte beim Bezahlsender Sky und darüber hinaus Geschäftsführer und Mitgesellschafter der Sportmarketingagentur Jung von Matt/sports in Hamburg. Die Beratungsgesellschaft macht Sportkommunikation für Vereine, Verbände, Unternehmen und Athleten. Spielern werden zum Beispiel Karrierechancen für die Zeit nach ihrer aktiven Laufbahn aufgezeigt.

Gerade dort sieht Metzelder großes Potenzial. „Ex-Fußballer zu sein ist kein Geschäftsmodell“, sagte der frühere Nationalspieler. Man müsse sich als Spieler frühzeitig klar machen, dass mit dem Tag X, an dem die Karriere endet, ein völlig neues Leben beginnt.

„Spieler müssen sich auch über den Fußball hinaus positionieren, wenn sie nach der Karriere weiterhin relevant bleiben wollen.“ Die meisten Spieler jedoch lebten nur im Hier und Jetzt und dächten nicht früh genug an die Zeit nach der Karriere. „Fußballer sind privilegiert. Leider vergessen das viele Spieler.“

Die Folgen seien teils fatal: „Der Profifußball spuckt immer wieder Leute aus, die nicht wirklich lebensfähig sind“, kritisiert Metzelder die eigene Zunft. „Aber klar, die Verlockungen und Ablenkungen im Profifußball sind groß. Man ist umjubelt in einem Alter, in dem man sich nicht mit der Zukunft beschäftigen will. Und dann fehlt oft ein Korrektiv.“

Eigentlich müssten Eltern diese Rolle übernehmen. „Wenn ich denen aber gerade von meinem Gehalt ein neues Haus gekauft habe, fehlt dieses Regulativ.“ Vereine werden diese Rolle nach Einschätzung von Metzelder nicht übernehmen. „Die wollen einzig und allein maximale Leistung für maximales Gehalt sehen.“

Trotzdem könne der Großteil der Spieler in den 15 Jahren, die eine Karriere vielleicht dauert, nicht genug Geld verdienen, um für den Rest des Lebens davon zu leben. „Das sind zwar teilweise unfassbare Summen. Die relativieren sich aber sehr schnell, wenn man anschließend noch 50 Jahre davon leben muss. Noch dazu hat sicherlich nicht jedes Investment geklappt. Eine Erfahrung, die auch ich kenne.“

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