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24.03.2015

Reform der Erbschaftsteuer DIHK legt eigenes Konzept vor

„Eine Kuh, die Milch geben soll, darf man nicht schlachten!“

Berlin – Die deutsche Wirtschaft lehnt die Pläne zur Erbschaftssteuer-Reform von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) ab und hat jetzt ein eigenes Konzept vorgelegt. Das berichtet die „Bild“ (Dienstag) unter Berufung auf ein Positionspapier des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

In dem Sieben-Punkte-Papier heißt es unter anderem: Die Reform müsse sicherstellen, dass Familienbetriebe „ohne Steuerbelastungen auf die nächste Generation übertragen werden können“. Weiter heißt es, Firmen, die sich nicht am Kapitalmarkt, sondern aus eigenen Rücklagen finanzieren, müssten von der Steuer ausgenommen werden. Das Papier kommt zu dem Fazit: „Eine Kuh, die Milch geben soll, darf man nicht schlachten!“

DIHK-Präsident Eric Schweitzer sagte „Bild“ dazu: „Erbschaftsteuer ist zu zahlen, keine Frage – aber bitte so, dass die Familienbetriebe und die Arbeitsplätze dort erhalten bleiben. Die von Herrn Schäuble vorgeschlagene Prüfungsgrenze soll für Großunternehmen gelten, zielt aber ins Herz des Mittelstandes. Denn sie würde bereits Betriebe mit einem Jahresgewinn von gut einer Million Euro und nicht mehr als 200 Mitarbeitern betreffen – das sind für mich definitiv keine Großunternehmen.“

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