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Thomas de Maizière

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03.10.2014

Vollendung der staatlichen Einheit De Maizière beklagt fehlendes Einheitsdenkmal

Die Erschaffung des Denkmals sei ihm „sehr wichtig“.

Berlin – Anlässlich des Tages der Deutschen Einheit hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) das Fehlen eines Einheitsdenkmals beklagt. Es sei leider noch immer nicht gelungen, „ein Einheitsdenkmal zu erschaffen, das an die Bevölkerung von damals erinnert“, kritisierte der Minister im Interview der „Welt am Sonntag“ (Feiertagsausgabe zum 3. Oktober).

Der 9. November sei der Tag des Volkes gewesen, das die Mauer geöffnet habe. Der 3. Oktober sei die Vollendung der staatlichen Einheit und ein Tag der Politik, so de Maizière. „An diesen historischen Bogen sollten wir uns auch an einem festen Ort erinnern können“, forderte er.

Die Erschaffung des Denkmals sei ihm „sehr wichtig“, so der CDU-Politiker weiter. Heute habe man Mühe zu erkennen, wo die Mauer stand. „Da würde ein Denkmal unserer Erinnerungskultur schon gut tun.“

Zugleich erklärte der Minister, dass es „natürlich“ schwer sei, den Mauerfall künstlerisch umzusetzen. „Es gibt ja bereits den Entwurf einer Art Wippe für den Berliner Schlossplatz“, erklärte er.

Laut Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) wird sich der Bau des bereits beschlossenen Entwurfs des Freiheits- und Einheitsdenkmals auf dem Berliner Schlossplatz weiter verzögern. „Mit Blick auf den Umgang mit den aufgefundenen wilhelminischen Mosaiken befinden wir uns noch in der Abstimmung mit dem Land Berlin“, erklärte die Kulturbeauftragte der Bundesregierung.

Die CDU-Politikerin äußerte Verständnis für die Verzögerungen: „Ein solches Denkmal an diesem zentralen Ort in der Hauptstadt zu errichten, ist eine komplexe bauliche und gestalterische Herausforderung, die umfangreiche Planungen und Abstimmungen erfordert.“

Bei der Frage, wie mit den Mosaiken umzugehen ist, zeigte sich die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung kompromissbereit: „Wir können uns auch vorstellen, die Mosaiken im Umfeld des Denkmals in geeigneter Form zu zeigen“, sagte eine Behördensprecherin der Zeitung. Für alle offenen Fragen habe man Lösungswege gefunden.

Der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) sagte der „Welt am Sonntag“: „Vielleicht ist es leichter, Monumente für tragische Ereignisse zu bauen.“ Auch er forderte im Interview: „Das Denkmal für die Friedliche Revolution sollte es bald geben.“

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